Der iShares Global Energy ETF (IXC) verzeichnete am Donnerstag einen Rückgang seines Nettoinventarwerts (NAV) um 1,80 % auf 49,65 US-Dollar. Auslöser für die Eintrübung der Stimmung ist ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA), der vor einem drohenden Überangebot am Ölmarkt warnt. Kann der Sektor seine starke Performance des bisherigen Jahres trotz dieser fundamentalen Gegenwinde verteidigen?

  • IEA-Prognose: Nachfragewachstum für 2026 auf 850.000 Barrel pro Tag gesenkt.
  • Angebotsüberschuss: Produktion außerhalb der OPEC+ soll um 2,4 Millionen Barrel steigen.
  • Lagerbestände: US-Rohölvorräte stiegen überraschend um 8,5 Millionen Barrel.
  • Performance: Trotz des Rücksetzers liegt das Plus seit Jahresbeginn bei 20,52 %.

Überangebot trifft auf schwächere Nachfrage

Die IEA begründet ihre pessimistischere Einschätzung mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und anhaltendem Preisdruck. Während die Agentur die Nachfrageerwartungen dämpft, sorgt das Produktionswachstum in Ländern außerhalb der OPEC+ für eine veränderte Marktstruktur. Dies spiegelte sich unmittelbar in den Rohstoffpreisen wider: Brent-Öl handelte am Freitag bei rund 67,73 US-Dollar, während WTI bei etwa 63,02 US-Dollar notierte. Besonders die US-Lagerbestände sorgten für Druck, da der Zuwachs von 8,5 Millionen Barrel die Markterwartungen von lediglich 800.000 Barrel massiv übertraf.

Jetzt noch einsteigen? Was Anleger beim iShares Global Energy ETF beachten sollten...

Destillat-Mangel stützt integrierte Ölkonzerne

Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei den raffinierten Produkten. Daten der US-Energiebehörde EIA belegten am Freitag einen unerwartet starken Rückgang der Destillatvorräte. Dieser Engpass deutet darauf hin, dass verarbeitete Produkte trotz des reichlichen Rohölangebots knapp bleiben. Davon profitieren vor allem die im ETF hoch gewichteten integrierten Ölmultis. Diese Unternehmen können durch attraktive Raffineriemargen sinkende Einnahmen aus der Förderung teilweise kompensieren, selbst wenn die Rohölpreise unter Druck bleiben.

Marktstimmung und Ausblick

Obwohl die fundamentale Lage kurzfristig belastet, stützen geopolitische Faktoren den Sektor ab. Spannungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Unsicherheitsfaktor, der die bärische Stimmung aufgrund des IEA-Berichts jederzeit drehen könnte. Auch andere Branchenvertreter wie der VanEck Oil Services ETF (OIH), der erst am Mittwoch ein 52-Wochen-Hoch erreichte, sahen sich zuletzt Gewinnmitnahmen gegenüber.

Für den weiteren Verlauf des ersten Quartals stehen die wöchentlichen EIA-Lagerberichte im Fokus. Sie werden zeigen, ob der massive Bestandsaufbau eine Ausnahme war oder den Beginn eines dauerhaften Trends markiert. Zudem gibt die Entwicklung der Crack-Spreads Aufschluss darüber, ob die integrierten Energiekonzerne ihre relative Stärke gegenüber reinen Förderunternehmen beibehalten können.

iShares Global Energy ETF: Kaufen oder verkaufen?! Neue iShares Global Energy ETF-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten iShares Global Energy ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für iShares Global Energy ETF-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

iShares Global Energy ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...