Die IREN-Aktie legt heute im US-Handel deutlich zu und baut die starke Bewegung vom Vortag aus. Auf Intraday-Basis steht ein Plus von rund 13 %, der Kurs pendelt um die Marke von 48 US-Dollar. Auslöser ist die wachsende Zuversicht, dass der Wandel vom reinen Bitcoin-Miner hin zu einem Anbieter von AI-Cloud-Infrastruktur gelingt. Im Mittelpunkt steht dabei ein umfangreicher Fünfjahresvertrag mit Microsoft, der die Wachstumserwartungen neu justiert.

Microsoft-Deal als Wendepunkt

Die Reaktion des Marktes zeigt, wie tiefgreifend der Strategiewechsel eingeschätzt wird. Während früher der Großteil der Erlöse aus dem Bitcoin-Mining stammte, rückt nun die AI-Infrastruktur klar in den Vordergrund.

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Wesentliche Eckdaten des Deals und der neuen Ziele:

  • Microsoft-Vertrag: Laufzeit 5 Jahre, Volumen 9,7 Milliarden US-Dollar. Der Kontrakt gilt als Bestätigung, dass IREN seine Rechenzentrumsinfrastruktur auf Top-Niveau positioniert hat.
  • Umsatzeffekt: Allein aus diesem Vertrag erwartet IREN einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) von 1,94 Milliarden US-Dollar, sobald die gesamte Kapazität am Netz ist.
  • Unternehmensziele: Auf Basis dieses Deals peilt das Management bis Ende 2026 einen gesamten AI-Cloud-ARR von 3,4 Milliarden US-Dollar an. Grundlage ist der geplante Ausbau des GPU-Bestands, unter anderem mit NVIDIAs GB300-Prozessoren.

Um diese Infrastruktur aufzubauen, passt IREN seine Finanzierung an. Das Unternehmen nutzt verschiedene Instrumente, darunter eine im Januar 2026 eingereichte Shelf-Registrierung über 660,98 Millionen US-Dollar, die 17,5 Millionen Aktien im Rahmen des Omnibus Incentive Plan umfasst. Üblicherweise sorgen solche Schritte wegen möglicher Verwässerung für Skepsis, im aktuellen Fall werden sie jedoch mehrheitlich als notwendige Basis zur Erreichung der 3,4-Milliarden-ARR-Ziele gewertet.

Doppelte Ertragsbasis und Neubewertung

IREN profitiert aktuell von einem zweigleisigen Ansatz. Das Bitcoin-Mining liefert weiterhin kurzfristige Cashflows und nutzt die robuste Entwicklung im Digital-Asset-Sektor. Gleichzeitig verschiebt sich die Wahrnehmung am Markt zunehmend in Richtung eines wachstumsstarken AI-Infrastruktur-Anbieters.

Ein wichtiger Punkt: Durch langfristige Verträge mit bonitätsstarken Partnern wie Microsoft löst sich IREN Stück für Stück von der typischen Volatilität reiner Krypto-Bewertungen. Planbare, fest vereinbarte Umsätze erhöhen die Visibilität.

Dieser Strategiewechsel hat insbesondere im zweiten Halbjahr 2025 das Interesse institutioneller Investoren verstärkt. Die wachsende Klarheit über den künftigen Umsatzstrom führte zu verstärkten Zukäufen. Die jüngste Kursentwicklung deutet zudem darauf hin, dass Short-Positionen zunehmend eingedeckt werden, da die gesicherte Auftragslage die Bärenthese schwächt.

Im Peer-Vergleich läuft parallel eine Neubewertung: Weg vom zyklischen Miner, hin zu einem Infrastrukturpartner der AI-Industrie. Der erwartete ARR von 1,94 Milliarden US-Dollar aus nur einem Kunden hebt IREN in eine kleine Gruppe von Rechenzentrumsbetreibern mit sehr großen, unterschriebenen Hyperscaler-Verträgen – ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern ohne derartige Volumina.

Ausblick und Bewertung

In den kommenden Wochen richtet sich der Blick auf den Q2-2026-Bericht im Februar. Dann erwartet der Markt genauere Angaben zum Zeitplan der Inbetriebnahme der für Microsoft reservierten Kapazitäten. Charttechnisch bleibt das Bild konstruktiv, solange die Aktie ihren jüngsten Ausbruch verteidigen kann.

Die Analystenseite stützt diese positive Sicht. Das Konsensrating liegt bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel beträgt 80,40 US-Dollar und signalisiert damit spürbares Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau. Die optimistischsten Modelle sehen Kurse jenseits von 100 US-Dollar als möglich an, vorausgesetzt die geplante Installation von 140.000 GPUs bis Jahresende verläuft störungsfrei. Auf der Unterseite bildet sich eine Unterstützung um die 40-US-Dollar-Marke, während 50 US-Dollar als psychologisch wichtige Hürde gilt, deren Überwinden den laufenden Aufwärtstrend weiter festigen würde.

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