IREN Aktie: Erfolgreicher Geschäftsbericht!
Der AI-Hype rund um die Consumer Electronics Show (CES) wirkt nach – und IREN steht mitten im Strom dieser Erwartungen. Nach einer starken Kursreaktion zu Wochenbeginn pendelt sich der Titel nun ein. Entscheidend ist dabei weniger die Tagesbewegung als die Frage, ob das Geschäftsmodell den hohen Hoffnungen im KI- und Cloud-Bereich gerecht werden kann.
Treiber: CES und KI-Infrastruktur
Zum Wochenauftakt legte die Aktie deutlich zu, nachdem auf der CES in Las Vegas zentrale Hardware-Neuerungen für Künstliche Intelligenz vorgestellt wurden. Besonders die Präsentation von Nvidias nächster Rubin-Architektur sowie neue KI-Plattformen von AMD und Intel rückten die Infrastruktur-Schiene in den Fokus: Rechenzentren, Hochleistungsrechner, Strom und Kühlung.
Genau hier ist IREN positioniert. Das Unternehmen betreibt vertikal integrierte Standorte mit großer Stromkapazität und spezialisiert sich zunehmend auf High Performance Computing (HPC). Die jüngste Kursbewegung spiegelt damit vor allem erneuerte Erwartungen an Anbieter wider, die nicht nur Hardware bereitstellen, sondern komplette KI-fähige Infrastruktur.
Obwohl es am Freitag keine neuen unternehmensspezifischen Meldungen gab, bleibt das Handelsvolumen hoch: Im Schnitt wechseln über 34 Millionen Aktien pro Tag den Besitzer. Das deutet auf anhaltendes institutionelles Interesse hin, während der Markt die operative Umsetzung der Strategie gegen den allgemeinen Sektoroptimismus abwägt.
Charttechnisch versucht die Aktie, sich über dem Bereich des 50-Tage-Durchschnitts zu etablieren. Aus technischer Sicht wäre ein stabiler Ausbruch über diese Zone ein Signal, dass die jüngste Erholung mehr ist als nur eine Zwischenrally. Aktuell notiert der Kurs mit 45,68 US-Dollar deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 39,55 US-Dollar, bleibt aber klar unter dem 52-Wochen-Hoch zurück.
Microsoft-Deal als Fundament
Der zentrale Bewertungsanker ist der im November 2025 geschlossene Cloud-Vertrag mit Microsoft. Das Volumen: 9,7 Milliarden US-Dollar. Sobald die Vereinbarung vollständig hochgefahren ist, soll sie laut Planung 1,9 Milliarden US-Dollar jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) liefern.
Wichtig ist dabei der Unterschied zu vielen eher vagen Absichtserklärungen im Sektor: Die Vereinbarung umfasst eine verbindliche Zusage über 76.000 GPUs, die auf IRENs Infrastruktur laufen sollen. Grundlage ist ein Stromportfolio von rund 3 Gigawatt in West-Texas – eine Hausnummer, die den Aufbau großer, flüssigkeitsgekühlter Rechenzentren ermöglicht.
Die CES-Neuigkeiten spielen dieser Strategie in die Karten. Marktbeobachter erwarten, dass die Nachfrage nach leistungsstarken, flüssigkeitsgekühlten Rechenzentren bis mindestens 2027 das Angebot übersteigen könnte. IREN positioniert sich genau in diesem Segment, was sich auch in der Bewertung zeigt: Der Titel wird aktuell mit etwa dem 24-Fachen der erwarteten Umsätze gehandelt – ein Niveau, das nur mit hohen Wachstumsraten zu rechtfertigen ist.
Damit grenzt sich IREN klar von reinen Bitcoin-Minern ab, deren Geschäftsmodell stark an die Kryptomärkte gekoppelt ist und in der Regel weniger diversifizierte Erlösquellen bietet. Die KI- und Cloud-Verträge sorgen für eine andere Wahrnehmung am Markt, erhöhen aber auch den Druck, die Pipeline planmäßig umzusetzen.
Die Kernfaktoren im Überblick
- Großvertrag mit Microsoft über 9,7 Mrd. US-Dollar für KI-Cloud-Dienste
- Ziel: 1,9 Mrd. US-Dollar ARR nach vollständiger Ramp-up-Phase
- Verbindliche Zuteilung von 76.000 GPUs
- Infrastrukturbasis: ca. 3 GW Stromkapazität in West-Texas
- Fokus auf flüssigkeitsgekühlte, KI-optimierte Rechenzentren
- Bewertung bei etwa 24x erwarteten Umsätzen
Ausblick: Q2-Zahlen und technische Marken
Der nächste klare Meilenstein ist der Q2-2026-Bericht, der für Mitte Februar erwartet wird. Im Mittelpunkt dürften zwei Themen stehen:
- Umsetzungsstand des Microsoft-Deals: Wie weit ist die Bereitstellung der GPUs fortgeschritten, und wie konkret zeigt sich das bereits in der Umsatzstruktur?
- Projektfortschritt an den Standorten Childress und Sweetwater: Diese Ausbauphasen sind entscheidend, um die zugesagte Rechenleistung und Stromversorgung liefern zu können.
Auf der technischen Seite gelten zwei Marken als besonders relevant. Ein täglicher Schlusskurs klar über 47,50 US-Dollar wird von Analysten als Voraussetzung für einen möglichen Anlauf an die 52-Wochen-Hochs gesehen. Umgekehrt könnte ein Rückfall unter 42 US-Dollar ein Signal für eine tiefere Konsolidierung sein, bevor der Markt die nächste Phase des KI-Infrastrukturaufbaus einpreist.
Kurzfristig hängt damit viel an der Kombination aus glaubwürdigen Fortschrittsberichten im Februar und der Fähigkeit, die vertraglich zugesicherten Kapazitäten in Childress und Sweetwater fristgerecht ans Netz zu bringen.
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