IonQ hat 2025 als erstes börsennotiertes Quantencomputing-Unternehmen die Marke von 100 Millionen Dollar Jahresumsatz geknackt – ein echter Meilenstein für die noch junge Branche. Doch gleichzeitig wächst der geplante Verlust für 2026 erheblich. Wie passt das zusammen?

Das Unternehmen befindet sich in einer klassischen Wachstumsphase: Umsatz skaliert, Investitionen skalieren noch schneller. Der Gesamtumsatz 2025 lag bei 130 Millionen Dollar – ein Plus von rund 202 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein das vierte Quartal steuerte 61,9 Millionen Dollar bei, ein Zuwachs von 429 Prozent im Jahresvergleich. Mehr als 60 Prozent der Erlöse stammten dabei von kommerziellen Kunden, über 30 Prozent aus dem internationalen Geschäft.

Wachstum kostet: Die Verlustprognose für 2026

Für das laufende Jahr erwartet IonQ einen Umsatz zwischen 225 und 245 Millionen Dollar. Das klingt nach weiterem Rückenwind – doch der geplante bereinigte EBITDA-Verlust soll auf 310 bis 330 Millionen Dollar ansteigen, verglichen mit rund 187 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Grund: Das Unternehmen investiert massiv in Infrastruktur, Technologie und Expansion, bevor sich diese Ausgaben in Gewinnen niederschlagen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die geplante Übernahme von SkyWater Technology für rund 1,8 Milliarden Dollar in einer kombinierten Bar- und Aktientransaktion. Der Deal soll IonQ eine eigene US-amerikanische Halbleiterfertigung sichern und die Entwicklung von Quantenprozessoren mit bis zu 200.000 Qubits bis 2028 beschleunigen. SkyWater selbst meldete für 2025 einen Rekordumsatz von 442 Millionen Dollar, inklusive mehr als 30 Prozent Wachstum im Quantenbereich. Der Abschluss wird für das zweite oder dritte Quartal 2026 erwartet.

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Neue Partnerschaften, neue Märkte

Heute hat IonQ außerdem eine SEC-Meldung eingereicht, die den Weiterverkauf von rund 2,56 Millionen Aktien ermöglicht – Grundlage ist ein Registrierungsrechtsvertrag mit der Universität Cambridge vom 10. März 2026. Die Partnerschaft mit einer der renommiertesten Forschungseinrichtungen der Welt unterstreicht IonQs Ambitionen im wissenschaftlichen Umfeld.

Parallel dazu baut das Unternehmen seine internationale Präsenz aus: In Rumänien wurde eine der größten operativen Quantenkommunikations-Infrastrukturen Europas in Betrieb genommen – ein Netzwerk mit 36 quantengesicherten Verbindungen über mehr als 1.500 Kilometer. Zudem wurde IonQ für das SHIELD-Rahmenvertragsprogramm der US-Raketenabwehrbehörde ausgewählt, das ein Gesamtvolumen von bis zu 151 Milliarden Dollar umfasst.

Starke Auftragsbasis, schwacher Kurs

Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen lagen Ende 2025 bei 370 Millionen Dollar – fast fünfmal so viel wie ein Jahr zuvor. Der QuantumBasel-Vertrag allein umfasst über 60 Millionen Dollar über vier Jahre. Die Auftragsbasis ist also solide.

Die Aktie notiert dennoch rund 23 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau. Das Auseinanderdriften von operativer Dynamik und Kursentwicklung dürfte heute beim Cantor Global Technology & Industrial Growth Conference im Mittelpunkt stehen – Anleger warten auf aktuelle Aussagen des Managements zu Nachfrage und Dealflow für 2026.

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