Der Halbleiterkonzern Infineon klettert zum Wochenstart auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Gleich mehrere Investmentbanken haben ihre Einschätzungen nach oben geschraubt – mit teils deutlichen Kurszielanhebungen. Jefferies kürt den DAX-Titel sogar zum "Top Pick 2026". Auslöser sind vor allem verbesserte Wachstumsaussichten im KI-Geschäft.

Jefferies sieht 23 Prozent Potenzial

Jefferies hat Infineon am 25. Januar offiziell zur bevorzugten Halbleiteraktie für 2026 erklärt. Das Analysehaus ruft ein Kursziel von 52 Euro aus – vom aktuellen Niveau bei rund 42,56 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von etwa 23 Prozent. Die Experten erwarten massives Nachholpotenzial, nachdem der Titel in den vergangenen Monaten hinter anderen Branchengrößen zurückblieb.

Berenberg zieht nach: Die Bank erhöhte am Montag ihr Kursziel von 41 auf 48 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Hauptargument nennen die Analysten eine spürbare Belebung der Auftragslage sowie die vom Markt unterschätzten Chancen im KI-Segment. Auch Barclays bleibt mit einem "Overweight"-Rating und einem Ziel von 44 Euro optimistisch gestimmt.

KI-Umsätze sollen sich verdoppeln

Rückenwind kommt direkt aus der Konzernzentrale. Das Management erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Verdopplung der KI-bezogenen Erlöse auf 1,5 Milliarden Euro. Diese Prognose unterstreicht, dass Infineon zunehmend als Profiteur des KI-Booms wahrgenommen wird – über die klassischen Märkte Automobil und Industrie hinaus.

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Die Zahlen im Detail:

  • Aktueller Kurs: 42,56 Euro (Stand: 26.01.2026, Vormittag)
  • 52-Wochen-Hoch: 42,59 Euro
  • Performance seit Jahresbeginn: +11,29 Prozent
  • RSI: 46,3 (neutral, kein überkaufter Zustand)

Strategische Weichenstellungen

Parallel laufen wichtige Restrukturierungsmaßnahmen. Der Verkauf des Thailand-Werks an Malaysian Pacific Industries steht kurz vor dem Abschluss. Die Transaktion im Wert von knapp 78 Millionen US-Dollar soll bis Ende des dritten Quartals abgewickelt werden. Infineon kann damit Ressourcen auf margenstarke Kernbereiche konzentrieren.

Zudem vertieft der Konzern die Zusammenarbeit mit japanischen Automobilherstellern. Toyota und andere Hersteller teilen proaktiv Chip-Daten mit Infineon, um Lieferkettenrisiken zu minimieren – ein Schritt, der die Position im kritischen Automotive-Sektor festigt.

Quartalszahlen im Fokus

Trotz der jüngsten Rally zeigt die Charttechnik ein gesundes Bild. Mit einem RSI von 46 ist die Aktie noch nicht überhitzt. Am 4. Februar präsentiert Infineon die Zahlen für das erste Quartal. Marktbeobachter erwarten, dass das Management die positive Analystenstimmung mit konkreten Ergebnissen untermauern muss, um das aktuelle Kursniveau zu rechtfertigen.

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