Während der Halbleitersektor unter Zinssorgen leidet, setzt Morgan Stanley ein deutliches Zeichen: Die US-Bank hebt das Kursziel für Infineon von 45 auf 54 Euro an und bestätigt die "Overweight"-Einstufung. Gleichzeitig positioniert sich der DAX-Konzern strategisch im Zukunftsfeld Quantentechnologie – kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen am 4. Februar.

Die wichtigsten Fakten:
- Morgan Stanley hebt Kursziel auf 54 Euro (zuvor 45 Euro)
- JP Morgan bleibt bei neutraler Einschätzung, Kursziel 39,20 Euro
- Infineon beteiligt sich am EU-Quantenprojekt SUPREME (50 Mio. Euro Budget)
- Quartalszahlen Q1 folgen am 4. Februar 2026

Gegensätzliche Signale der Analysten

Die Einschätzungen könnten kaum unterschiedlicher ausfallen. Während JP Morgan an der neutralen Bewertung mit einem Kursziel von 39,20 Euro festhält, signalisiert Morgan Stanley erhebliches Aufwärtspotenzial. Die deutliche Anhebung um 20 Prozent auf 54 Euro deutet auf Vertrauen in die mittelfristige Geschäftsentwicklung hin.

Die Divergenz der Analystenmeinungen spiegelt die Unsicherheit wider, mit der der Markt derzeit auf Halbleiterwerte blickt. Die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef durch US-Präsident Trump belastete zum Wochenstart den gesamten Tech-Sektor. Warsh gilt als geldpolitischer "Falke", was Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen dämpfte.

Relative Stärke im schwachen Umfeld

Während europäische Wettbewerber wie ASML und BE Semiconductor im frühen Handel teils über 3 Prozent verloren, zeigte sich Infineon widerstandsfähiger. Nach anfänglichen Verlusten stabilisierte sich der Kurs bei rund 41,67 Euro.

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EU-Projekt zur Quantentechnologie

Abseits der Tagesbewegungen setzt Infineon auf Zukunftsfelder. Das Unternehmen ist Partner im neu formierten Konsortium SUPREME, das von der EU mit 25 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist die Entwicklung eines 3D-integrierten Moduls mit 200 Qubits für Quantencomputer. Infineon bringt dabei seine Fertigungsexpertise ein, um die Skalierung dieser Schlüsseltechnologie voranzutreiben.

Die Beteiligung unterstreicht die strategische Ausrichtung des Konzerns auf Zukunftsmärkte jenseits der etablierten Halbleitergeschäfte.

Quartalszahlen als Richtungsentscheid

Am 4. Februar legt Infineon die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die realen Geschäftszahlen und der Ausblick des Managements dürften angesichts der unterschiedlichen Analystenmeinungen besonderes Gewicht erhalten. Investoren werden vor allem auf die Auftragslage und die Margenentwicklung achten.

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