Infineon startet mit Rückenwind in die neue Woche. Mehrere Analystenstudien und frische Partnerschaften im Automotive-Bereich schieben vor allem die Erwartungen an das KI-Geschäft an. Im Zentrum steht die Frage: Kann Infineon seine ambitionierten Ziele im Bereich Künstliche Intelligenz schon im laufenden Geschäftsjahr übertreffen?

Analysten erhöhen den Druck auf die Erwartungen

Auslöser der heutigen Bewegung ist eine neue Studie von Jefferies. Analyst Janardan Menon bestätigte nach einem Treffen mit dem Vorstand seine Kaufempfehlung und betonte, dass sich das KI-bezogene Geschäft dynamischer entwickle als noch vor wenigen Monaten erwartet. Konkret geht es um das Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro im KI-Segment, das Infineon für das laufende Geschäftsjahr ausgegeben hat – Jefferies hält nun ein Übertreffen dieses Ziels für realistisch.

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Auch andere Häuser ziehen mit:

  • Jefferies: Rating „Buy“, Fokus auf beschleunigtes Wachstum im KI-Segment
  • Bernstein Research: Einstufung „Outperform“, Treiber sind Power-Chips für KI-Server
  • Barclays: Zählte die Aktie bereits in der Vorwoche zu den Favoriten im Technologiesektor

Die einheitlich positive Tonlage der Analysten verstärkt die Wahrnehmung, dass Infineon im KI-Zyklus gut positioniert ist – sowohl auf der Server-Seite als auch in der Autoelektronik.

Kursseitig spiegelt sich der Optimismus in einer stabilen Aufwärtsbewegung wider: Mit aktuell 41,88 Euro notiert die Aktie leicht über dem Freitagsschluss und liegt rund 16 Prozent über dem 30-Tage-Durchschnitt von 36,79 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von knapp 28 Prozent zu Buche.

CES-Impulse: Autoelektronik bleibt strategische Säule

Parallel dazu nutzt Infineon die Technologiemesse CES in Las Vegas, um seine Rolle im Automotive-Bereich zu schärfen. Das Unternehmen stellte zwei Kooperationen vor, die das Wachstum im Markt für softwaredefinierte Fahrzeuge und Fahrassistenzsysteme untermauern sollen.

  • Mit dem Fertigungsdienstleister Flex soll die Entwicklung zentraler Steuergeräte beschleunigt werden. Diese „Gehirne“ moderner Fahrzeuge bündeln Rechenleistung und Softwarefunktionen.
  • Eine Absichtserklärung mit dem südkoreanischen Zulieferer HL Klemove zielt auf Systeme für autonomes Fahren und fortschrittliche Fahrerassistenz.

Die Botschaft: Während KI-Server derzeit die große Wachstumsstory liefern, bleibt die Autoelektronik eine zentrale Ertragssäule. Die jüngsten Schritte zeigen, dass Infineon versucht, beide Welten – Rechenzentren und Fahrzeugindustrie – miteinander zu verbinden und gleichzeitig seine Technologieführerschaft im klassischen Kerngeschäft zu sichern.

KI-Fokus spiegelt sich im Kursbild

Die geballten Analystenkommentare und Messe-News kommen in einer Phase, in der die Aktie technisch bereits gut unterstützt ist. Der Titel notiert nur gut ein Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 42,35 Euro und rund 20 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 34,74 Euro. Der RSI von 46,3 signalisiert dabei kein überkauftes Niveau, sondern eher eine neutrale Ausgangslage.

Inhaltlich hat sich die Wahrnehmung verschoben:
Lange dominierte das klassische Automobilgeschäft den Blick auf Infineon. Inzwischen rückt das KI-Segment immer stärker in den Vordergrund – vor allem mit Blick auf Power-Chips für Rechenzentren und KI-Server. Die positiven Kommentare von Jefferies, Bernstein und Barclays verstärken diesen Trend und erhöhen die Erwartungshaltung an die kommenden Zahlen.

4. Februar im Fokus

Der nächste Prüfstein ist bereits gesetzt: Am 4. Februar 2026 legt Infineon die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Dann wird sichtbar, ob sich der von den Analysten beschriebene KI-Schub schon in Auftragseingängen und Umsätzen niederschlägt. Gelingt es dem Konzern, erste Signale in Richtung des Ziels von 1,5 Milliarden Euro KI-Umsatz zu liefern und zugleich die Dynamik im Automotive-Geschäft zu bestätigen, hätte die Aktie eine solide Basis, um die Marke von 42 Euro nachhaltig zu überwinden und den laufenden Aufwärtstrend fortzusetzen.

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