Infineon Aktie: Jefferies wird optimistischer
Infineon rückt zum Jahresstart 2026 in der Halbleiterbranche stärker in den Vordergrund. Nach einem strategischen Update mit dem Vorstand stuft das Analysehaus Jefferies den DAX-Titel zum „Top Pick“ für das laufende Börsenjahr hoch und erhöht zugleich das Kursziel deutlich. Im Zentrum stehen dabei die Chancen im KI-getriebenen Geschäft mit Leistungselektronik für Rechenzentren.
Jefferies-Studie: Fokus auf KI-Potenzial
Jefferies hat seine Kaufempfehlung für Infineon bestätigt und das Kursziel von 48 auf 52 Euro angehoben. Analyst Janardan Menon stützt sich dabei auf neue Einschätzungen aus einem Gespräch mit CEO Jochen Hanebeck.
Im Mittelpunkt steht das KI-Segment: Infineon profitiert laut Studie stärker als bisher vom Bedarf an energieeffizienten Chips für Rechenzentren. Als Anbieter von Leistungshalbleitern liefert der Konzern zentrale Bausteine für die Infrastruktur hinter KI-Anwendungen. Während klassische Industrieanwendungen im Halbleitersektor teils unter schwächerer Nachfrage leiden, sieht Jefferies hier einen wichtigen Wachstumstreiber.
Bemerkenswert ist die Einstufung im Branchenvergleich:
Infineon zählt in der aktuellen Sektorübersicht von Jefferies neben SUSS MicroTec und Nokia zu den wichtigsten Favoriten für 2026. Das geschieht vor dem Hintergrund eines insgesamt vorsichtigen Ausblicks des Hauses auf den europäischen Tech-Sektor. Die positive Hervorhebung in einem selektiven Umfeld stärkt die Wahrnehmung, dass Infineon sich strategisch gut positioniert hat.
Wesentliche Punkte der Jefferies-Einschätzung:
- Empfehlung: „Buy“ bleibt unverändert
- Neues Kursziel: 52 Euro (zuvor 48 Euro)
- Begründung: stärkeres KI-getriebenes Wachstum im Bereich Leistungselektronik
- Einordnung: „Top Pick“ bzw. „Key Pick“ im europäischen Tech-Sektor 2026
Die Analyse unterstützt damit den Kurs, der heute mit 41,28 Euro nur knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 42,53 Euro liegt.
Marktumfeld und Bewertung
Die positive Studie trifft auf einen Sektor im Umbruch. Nach Korrekturphasen und einer schwankungsreichen Erholung prüfen Investoren zu Jahresbeginn sehr genau, wo nachhaltiges Wachstum möglich ist.
Im Unterschied zu vielen reinen KI-Profiteuren, deren Bewertungen bereits hoch sind, wird Infineon in der aktuellen Einschätzung als Titel mit substanziellem KI-Bezug und vergleichsweise moderater Bewertung gesehen. Die wachsende Bedeutung des Geschäfts mit Power-Management-Lösungen für Rechenzentren stützt zugleich die Strategie, die Abhängigkeit vom Automobilbereich schrittweise zu verringern.
Das neue Kursziel von 52 Euro liegt klar über dem aktuellen Kursniveau und signalisiert aus Analystensicht weiteres Potenzial. Gleichzeitig passt es zu den positiven Impulsen, die der Sektor seit Jahresbeginn von US-Wettbewerbern erhalten hat.
Charttechnisch unterstreicht der Blick auf die Kennzahlen den jüngsten Rückenwind: Die Aktie notiert rund 18 % über ihrem 200‑Tage-Durchschnitt von 34,96 Euro, während der 14‑Tage‑RSI mit 46,3 ein weder überkauftes noch überverkauftes Niveau anzeigt.
Charttechnik und nächste Termine
Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die weitere Kursentwicklung und die anstehenden Unternehmenszahlen. Der Abstand von etwa 11 % zum 50‑Tage‑Durchschnitt (37,15 Euro) zeigt die Dynamik der vergangenen Wochen, während der Aufschlag von gut 71 % auf das 52‑Wochen-Tief bei 24,09 Euro die Stärke der Erholung verdeutlicht.
Im technischen Bild stehen nach der jüngsten Aufwärtsbewegung frühere Widerstandsbereiche im Vordergrund, die auf dem Weg in Richtung des von Jefferies genannten Kursziels überwunden werden müssten. Entscheidend wird dabei, ob die operative Entwicklung den optimistischen Erwartungen gerecht wird.
Ein zentraler Prüfstein dafür sind die kommenden Quartalszahlen, die Anfang Februar erwartet werden. Dann dürfte sich zeigen, ob sich die vom Management gegenüber Jefferies skizzierten positiven KI-Trends bereits in Auftragseingang und Margen widerspiegeln und damit die aktuelle Neubewertung untermauern.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








