IBM hat zum Jahreswechsel zwei weitreichende Änderungen vollzogen, die die Beziehung zu Kunden und die Ertragslage gleichermaßen betreffen. Während die Aktie in den vergangenen Monaten noch kräftig zulegte, zeigen sich Investoren nun vorsichtiger – der Kurs rutschte zuletzt um knapp 2% ab und notiert bei 296 US-Dollar.

Globale Preisanpassung ab Januar

Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2026 hat IBM eine konzernweite Preiserhöhung durchgesetzt. Die sogenannte „Annual Price Harmonization" betrifft nahezu das gesamte Portfolio:

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  • Software, SaaS und Lizenzen für IBM Z: +6%
  • Power Systems und Storage Systems: +6%
  • Software Maintenance für IBM i: +10%
  • Power Virtual Server: +2%

IBM begründet den Schritt mit Inflationsausgleich und Margenanpassung. Die Erhöhung ist breit angelegt und trifft sowohl Großkunden als auch kleinere Nutzer. Wie stark sich die höheren Preise auf Vertragsverlängerungen und Neugeschäft auswirken, bleibt abzuwarten.

Supportmodell verschärft: Nur noch Self-Service im Basistarif

Parallel dazu hat der Konzern das Cloud-Supportmodell grundlegend umgebaut. Die bislang kostenlose „Basic Support"-Stufe wurde auf reine Selbstbedienung umgestellt. Kunden können ab Januar keine technischen Anfragen mehr an menschliche Mitarbeiter richten oder Fälle eskalieren lassen.

Wer weiterhin direkten Kontakt zu IBM-Technikern benötigt, muss auf kostenpflichtige Support-Pakete wechseln – die günstigste Variante kostet rund 200 US-Dollar monatlich. Die Maßnahme soll Kosten senken und höhermargige Umsätze generieren. Gleichzeitig birgt sie das Risiko, dass kleinere Unternehmen zu Wettbewerbern abwandern.

Quartalszahlen als Stimmungstest

Die nächste wichtige Orientierung liefert der Konzern am 28. Januar 2026, wenn die Zahlen für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht werden. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 4,32 US-Dollar bei Erlösen um 19,2 Milliarden US-Dollar. Sollte IBM die Prognosen erfüllen oder übertreffen, wäre das ein Signal, dass die Preisoffensive nicht auf Kundenresistenz stößt. Ein Verfehlen der Erwartungen würde hingegen Zweifel an der Strategie nähren.

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