IBM hat am Montag einen deutlichen Stimmungsumschwung an der Wall Street erlebt. Die Aktie legte um 1,19% auf 294,97 US-Dollar zu, nachdem gleich zwei renommierte Investmentbanken ihre Einschätzungen deutlich anhoben. Im Fokus steht die strategische Neuausrichtung des Technologiekonzerns – und die Frage, ob IBM endgültig den Wandel vom Hardware-Dinosaurier zum Software-Player vollzogen hat.

Jefferies sieht 360 US-Dollar

Den Auftakt machte Jefferies: Analyst Brent Thill hob die Bewertung von "Hold" auf "Buy" an und schraubte das Kursziel von 300 auf 360 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent. Die Begründung: IBM habe einen "klareren Pfad zur Softwarebeschleunigung" vor sich. Konkret verweist Jefferies auf die Dynamik im Red-Hat-Geschäft und die erwarteten Synergien aus jüngsten Übernahmen – allen voran HashiCorp und die geplante 11-Milliarden-Dollar-Akquisition von Confluent.

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Noch am selben Tag zog RBC Capital nach. Analyst Matthew Swanson bestätigte sein "Outperform"-Rating und erhöhte das Kursziel ebenfalls auf 350 US-Dollar. Beide Häuser sehen im verbesserten IT-Ausgabenumfeld und der steigenden KI-Nachfrage klare Rückenwindeffekte für IBMs Hybrid-Cloud- und Automatisierungsangebote.

Confluent als strategischer Lückenschluss

Die Confluent-Übernahme für 31 US-Dollar je Aktie soll bis Mitte 2026 abgeschlossen werden. Analysten werten den Deal als entscheidenden Baustein: Echtzeit-Datenstreaming gilt als kritische Komponente für den Einsatz von Unternehmens-KI. Zwar gibt es Bedenken wegen der kurzfristigen Verwässerung, doch die Mehrheit der Experten sieht den langfristigen Umsatzbeitrag im Softwarebereich als dominierendes Argument.

Mit einem erwarteten KGV von rund 23 für 2026 liegt IBM deutlich unter dem Durchschnitt großer Software-Konzerne (35x) – ein Bewertungsabschlag, den Jefferies als Sicherheitsmarge interpretiert.

Quartalszahlen am 28. Januar

Am 28. Januar 2026 legt IBM die Zahlen für das vierte Quartal vor. Der Konsens erwartet einen Gewinn je Aktie von 4,33 US-Dollar – ein Plus von 10,5 Prozent zum Vorjahr. Anleger dürften vor allem auf Updates zum Genehmigungsprozess der Confluent-Übernahme und das organische Wachstum bei Red Hat achten. Charttechnisch bewegt sich die Aktie nahe Mehrjahreshochs. Die neuen Analystenziele lassen einen Ausbruch über die psychologisch wichtige 300-Dollar-Marke möglich erscheinen.

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