Hyatt Hotels Aktie: Pritzker geht
Thomas Pritzker, seit über zwei Jahrzehnten die zentrale Führungsfigur bei Hyatt Hotels, tritt mit sofortiger Wirkung als Executive Chairman zurück. Der 75-Jährige wird im Mai 2026 auch nicht mehr für eine Wiederwahl in den Verwaltungsrat kandidieren. In einem Brief an den Vorstand begründete Pritzker seinen Rückzug mit „schrecklicher Urteilsfähigkeit" – er hatte nach eigenen Angaben trotz besseren Wissens Kontakt zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell gehalten.
Epstein, der verstorbene Finanzier und verurteilte Sexualstraftäter, hatte nachweislich Verbindungen zu zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Pritzker äußerte tiefes Bedauern über diese Verbindung: „Ich verurteile die Taten und das Leid, das Epstein und Maxwell verursacht haben. Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass ich mich nicht früher distanziert habe."
Familienära endet nach 45 Jahren
Die Pritzker-Familie ist seit sieben Jahrzehnten mit Hyatt verbunden, Thomas Pritzker selbst war 45 Jahre lang in verschiedenen Funktionen für das Unternehmen tätig. Seit August 2004 führte er als Executive Chairman die Geschicke der Hotelkette – eine Ära, die nun abrupt endet. „Es war mir eine Ehre und eine der großartigsten Erfahrungen meines Lebens, zum Wachstum von Hyatt beigetragen zu haben", schrieb Pritzker in seinem Abschiedsbrief.
Seine Nachfolge tritt Mark Hoplamazian an, der bereits seit fast zwei Jahrzehnten als President und CEO fungiert und nun zusätzlich den Vorsitz im Verwaltungsrat übernimmt. Richard Tuttle, Vorsitzender des Nominierungs- und Governance-Ausschusses, würdigte Pritzkers Rolle als „entscheidend für die Strategie und das langfristige Wachstum von Hyatt".
Starke Zahlen trotz Führungswechsel
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Der Zeitpunkt des Rückzugs kommt nicht gänzlich überraschend. Pritzker selbst verwies auf sein Alter – er wird im Juni 76 Jahre alt – und betonte, dass eine Wiederwahl ihn für weitere drei Jahre an die Führung eines börsennotierten Unternehmens binden würde. Zudem sieht er Hyatt aktuell „in einer starken Position mit Rückenwind", was den Führungswechsel erleichtere.
Die Zahlen geben ihm recht: Im vierten Quartal 2025 überraschte Hyatt mit einem Gewinn je Aktie von 1,33 Dollar – Analysten hatten lediglich 0,37 Dollar erwartet. Beim Umsatz verfehlte das Unternehmen mit 1,79 Milliarden Dollar die Prognose von 1,81 Milliarden Dollar nur knapp. Die Hotelkette generierte 2025 Gesamterlöse von 3,47 Milliarden Dollar, ein Plus von 5,34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Portfolio umfasst mittlerweile mehr als 1.500 Hotels und All-Inclusive-Anlagen in 83 Ländern auf sechs Kontinenten. Trotz der Führungswechsel bleibt Hoplamazian optimistisch: „Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung unserer Strategie für langfristiges Wachstum." Als Folge der jüngsten Entwicklungen hob die Investmentbank Stifel ihr Kursziel für Hyatt auf 170 Dollar an, behielt aber das „Hold"-Rating bei.
Die Aktie reagierte auf die Nachricht zunächst verhalten. Mit einer Marktkapitalisierung von 15,6 Milliarden Dollar und einem Kursplus von über 16 Prozent im vergangenen Jahr steht Hyatt fundamental solide da – allerdings zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung noch rote Zahlen über die letzten zwölf Monate. Analysten erwarten jedoch für das laufende Jahr schwarze Zahlen.
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