Die Papiere des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt legten am Freitag den Rückwärtsgang ein. Während im Hintergrund wichtige Personalentscheidungen getroffen und strategische Partnerschaften zur Drohnenabwehr geschmiedet werden, dominiert am Parkett die Vorsicht. Angesichts der enormen Kursgewinne der letzten zwölf Monate stellt sich die Frage, wie viel Fantasie im aktuellen Kurs noch nicht eingepreist ist.

  • Kursentwicklung: Konsolidierung zum Wochenausklang bei 83,40 Euro.
  • Management: Inka Tews übernimmt ab Mai das Personalressort.
  • Analysten-Echo: Jefferies bestätigt Halte-Empfehlung trotz Branchen-Boom.

Gewinnmitnahmen dominieren das Bild

Nach einer beeindruckenden Performance von über 122 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht nutzen Anleger das aktuelle Niveau verstärkt für Gewinnmitnahmen. Der Schlusskurs von 83,40 Euro markiert einen spürbaren Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das im Oktober 2025 bei 115,10 Euro erreicht wurde.

Dieser Rücksetzer von rund 27 Prozent gegenüber dem Rekordhoch ist jedoch im Kontext des langfristigen Trends zu sehen. Die Aktie notiert weiterhin über der technisch relevanten 50-Tage-Linie bei 80,36 Euro, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet, der momentan lediglich korrigiert.

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Neuaufstellung im Vorstand

Unternehmensintern stellt Hensoldt die Weichen für die Zukunft. Der Aufsichtsrat hat Inka Tews zur neuen Arbeitsdirektorin und Chief Human Resources Officer (CHRO) ernannt. Die 55-Jährige wechselt von Infineon Technologies nach Taufkirchen und wird ihre neue Rolle zum 1. Mai 2026 antreten. Sie folgt auf Lars Immisch, der das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen verlässt. Tews übernimmt damit die Verantwortung für Personal, Sicherheit und Nachhaltigkeit in einer Phase, in der der Fachkräftemangel gerade im Hochtechnologiesektor eine zentrale Herausforderung darstellt.

Strategische Offensive und Bewertung

Operativ treibt der Konzern den Ausbau seiner Verteidigungssysteme voran. Eine neue Partnerschaft mit TYTAN Technologies sowie ein Auftrag der Bundeswehr zur Integration von kinetischen Gegenmaßnahmen im Drohnenabwehrsystem ASUL unterstreichen die Marktposition. Diese technologischen Fortschritte bilden das fundamentale Rückgrat für die Bewertung.

Dennoch mahnen Experten zur Nüchternheit. Das Analysehaus Jefferies bestätigte am Freitag das Rating "Hold" mit einem Kursziel von 90 Euro. Analystin Chloe Lemarie verwies auf die bereits ambitionierte Bewertung der Aktie, auch wenn der Verteidigungssektor insgesamt attraktiv bleibe. Andere Häuser wie die Deutsche Bank sehen mit 101 Euro noch etwas mehr Luft nach oben.

Für die weitere Kursentwicklung dürfte entscheidend sein, ob die Unterstützung im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts hält. Solange der Titel über dieser Marke von gut 80 Euro notiert, bleibt das charttechnische Bild trotz der aktuellen Atempause konstruktiv.

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