Der Traditionskonzern aus dem Druckmaschinengeschäft hat sich einen strategischen IT-Großauftrag gesichert, der die digitale Transformation massiv beschleunigen soll. DATAGROUP übernimmt die komplette SAP-Landschaft – doch kann dieser Schritt die chronische Kursschwäche endlich beenden?

Fünf Jahre, Millionen Euro – und 100 Systeme in der Cloud

Die Dimensionen des Deals sind beachtlich:

  • Vertragslaufzeit: Fünf Jahre
  • Auftragsvolumen: Mittlerer einstelliger Millionenbereich
  • Umfang: Betrieb der gesamten SAP-Systemlandschaft
  • Technologie: Migration in die DATAGROUP Enterprise Cloud
  • Bereits umgesetzt: Über 100 SAP-Systeme in neun Monaten überführt

Mit der Auslagerung der SAP-Basisbetreuung an den IT-Spezialisten DATAGROUP SE verfolgt Heidelberger Druckmaschinen ein klares Ziel: Effizienz steigern, Kosten senken und interne Ressourcen für das Kerngeschäft freischaufeln. Die Backend-Optimierung soll dem angeschlagenen Konzern dringend benötigte Luft verschaffen.

Digitale Offensive: 3.000 Druckereien vernetzt

Parallel zum IT-Deal treibt das Unternehmen seine digitale Plattform voran. Das cloudbasierte Kundenportal verzeichnet weltweit bereits über 3.000 angeschlossene Druckereien. Die Plattform dient als zentrale Schnittstelle für Produktion, Wartung und Datenanalyse – und wurde kürzlich um entscheidende Funktionen erweitert.

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Neue Applikationen für Bestandsmanagement und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) sollen wiederkehrende Umsätze jenseits des klassischen Maschinenverkaufs generieren. Die Strategie ist klar: Weg von reinen Hardwareerlösen, hin zu margenstarken Service-Abos und digitalen Zusatzerlösen.

Börse reagiert verhalten – Analysten skeptisch

Am Freitag legte die Aktie im Xetra-Handel um gut 2 Prozent zu und schloss bei 1,89 Euro. Trotz dieser Erholung bleibt das Chartbild angespannt. Die psychologisch wichtige Marke von 2,00 Euro liegt weiterhin außer Reichweite, das 52-Wochen-Hoch von 2,54 Euro rückt mit einem Abstand von über 25 Prozent in weite Ferne.

Warburg Research hatte Mitte November das Rating auf "Hold" zurückgestuft. Die operativen Fortschritte bei IT-Auslagerung und Plattform-Expansion liefern nun neue Impulse – doch reichen diese aus, um das Ruder herumzureißen? Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob der Umbau tatsächlich auf die Ergebnisseite durchschlägt.

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