Gold: Zwischen Korrektur und Kaufdruck
Nach dem Fed-induzierten Ausverkauf vom Mittwoch hat sich Gold zum Wochenschluss stabilisiert. Der Preis erholte sich auf rund 4.647 bis 4.680 USD je Feinunze — die psychologisch wichtige 4.700-Dollar-Marke blieb jedoch unerreicht. Vom Allzeithoch bei 5.602 USD, das Ende Januar markiert wurde, trennt das Edelmetall noch immer ein Abstand von rund 14 Prozent.
Zwei Kräfte halten den Markt in der Schwebe
Die vergangene Woche verdeutlichte das strukturelle Dilemma, in dem sich Gold befindet. Einerseits sorgen die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten — insbesondere der US-Israel-Iran-Konflikt — für eine anhaltende geopolitische Risikoprämie. Andererseits bremst die US-Notenbank: Die Fed pausiert Zinssenkungen, die Realzinsen bleiben erhöht, und der Dollar zeigt sich trotz eines DXY-Niveaus von 102 vergleichsweise stabil.
Das Ergebnis: Gold reagiert gedämpfter auf geopolitische Eskalationen als in früheren Zyklen. Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass ein erheblicher Teil des Risikos bereits eingepreist ist. Zusätzliche Unterstützung liefern die von der US-Regierung eingeführten universellen 10-Prozent-Zölle nach Section 122, die die Nachfrage nach dem Edelmetall als Absicherung stützen.
COMEX-Lagerbestände als strukturelles Signal
Ein Thema, das institutionelle Händler in der kommenden Woche beschäftigen dürfte, sind die COMEX-Lagerbestände. Diese sanken zuletzt um weitere 530.000 Unzen auf 32,55 Millionen Unzen — ein Trend, der sich seit Wochen fortsetzt. Gleichzeitig stieg das Open Interest bis Freitag auf 423.966 Kontrakte, ein Plus von rund 2,4 Prozent zur Wochenmitte.
Die Kombination aus sinkenden Beständen und steigendem Open Interest signalisiert, dass neue Kontrakte nicht zu physischen Abnahmen führen — was Analysten zufolge das Risiko auf der Short-Seite erhöht. Parallel dazu bauen Banken ihre Short-Positionen an der COMEX weiter ab. Die Put/Call-Ratio im Optionshandel liegt bei 0,651, was auf anhaltenden, wenn auch leicht nachlassenden Optimismus hindeutet.
Ausblick auf die neue Handelswoche
Technisch gilt die 4.550-Dollar-Marke als zentrale Unterstützung. Hält sie, bleibt der mittelfristige Ausblick nach Einschätzung der Analysten konstruktiv. Für Montag, den 23. März, werden Support bei 4.576 USD und Widerstand bei 4.881 USD als Orientierungsmarken genannt. In einem bullischen Szenario wären Kurse bis 5.153 USD möglich, im negativen Fall ein Rückfall auf 4.374 USD.
J.P. Morgan hält an einem Jahresziel von 6.300 USD je Unze fest, die Bank of America bei 6.000 USD — beide gestützt auf Zentralbanknachfrage, ETF-Zuflüsse und einen mittelfristig schwächeren Dollar. Nigel Green verweist auf einen erheblichen Nachfragerückstau bei staatlichen und institutionellen Käufern, der sich bei nachlassendem makroökonomischem Druck schnell entladen könnte. US-PMI-Daten für März sowie wöchentliche Arbeitslosendaten dürften die Richtung in den nächsten Handelstagen mitbestimmen.
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