Die Rekordjagd am Goldmarkt hat einen abrupten Dämpfer erhalten. Nach einer historischen Gewinnserie sorgen massive Gewinnmitnahmen und eine entscheidende Personalie in Washington für Ernüchterung bei den Anlegern. Während kurzfristig Katerstimmung herrscht, stellt sich die Frage: Ist dies das Ende des Höhenflugs oder eine längst überfällige Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend?

Die wichtigsten Marktdaten:
* Aktueller Kurs: 5.087,10 USD
* 52-Wochen-Hoch: 5.324,30 USD (erreicht am Vortag)
* Performance seit Jahresanfang: +17,16 %
* Abstand zum Hoch: -4,46 %

Warsh-Nominierung stärkt den Dollar

Auslöser für den Stimmungswechsel war die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank durch Präsident Trump. Warsh, der bereits während der Finanzkrise 2008 bei der Federal Reserve tätig war, gilt an der Wall Street als pragmatischer Geldpolitiker und Garant für die Unabhängigkeit der Notenbank. Diese Personalentscheidung nahm viel Unsicherheit aus dem Markt, die den Goldpreis zuvor als "Angstwährung" getrieben hatte.

Marktbeobachter interpretieren die Nominierung als Signal für einen stabileren US-Dollar. Da Gold in Dollar gehandelt wird, macht eine Aufwertung der US-Währung das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer. Analysten von Evercore ISI sehen darin zudem eine Reduzierung des Risikos einer tiefen Dollar-Schwäche, was den unmittelbaren Fluchtreflex in Sachwerte dämpft.

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Gewinnmitnahmen nach Überhitzung

Der Rücksetzer trifft auf einen Markt, der zuvor heißgelaufen war. Der Abstand zum erst gestern markierten 52-Wochen-Hoch von 5.324,30 USD beläuft sich mittlerweile auf gut 4,5 Prozent. Markttechnisch wird diese Bewegung als klassische Bereinigung überkaufter Zustände gewertet. Toni Meadows von BRI Wealth Management merkte an, der Anstieg über die 5.000er-Marke sei "zu leicht" erfolgt, was eine Gegenbewegung fast unvermeidlich machte.

Fundamentale Treiber bleiben intakt

Trotz der aktuellen Abkühlung haben sich die langfristigen Rahmenbedingungen kaum verändert. Geopolitische Spannungen bleiben ein wesentlicher Stützpfeiler für das Edelmetall. Jüngste Berichte über neue US-Zölle gegen Handelspartner Kubas sowie die anhaltend angespannte Lage im Nahen Osten inklusive Drohungen aus Teheran halten das Sicherheitsbedürfnis der Investoren hoch.

Zusätzlich sorgt die physische Nachfrage für einen stabilen Boden. J.P. Morgan Global Research prognostiziert weiterhin massive Goldkäufe durch die Zentralbanken, um Währungsreserven zu diversifizieren. Auch Goldman Sachs hält an optimistischen Kurszielen für das Jahresende fest, was darauf hindeutet, dass institutionelle Adressen den aktuellen Rückgang eher als Kaufgelegenheit denn als Trendwende bewerten könnten.

Der Goldpreis befindet sich nun in einer Phase der Preisfindung zwischen der kurzfristigen Belastung durch die Fed-Personalie und der langfristigen Unterstützung durch geopolitische Risiken. Sollte die Marke um 5.000 US-Dollar nachhaltig verteidigt werden, bleibt das übergeordnete Chartbild trotz der jüngsten Turbulenzen konstruktiv.

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