Gold erreichte am Donnerstag ein historisches Allzeithoch von 5.324 US-Dollar – nur um wenige Stunden später in einem dramatischen Ausverkauf über 100 Dollar zu verlieren. Der steile Anstieg von rund 20 Prozent allein im Januar hatte eine technisch extrem überkaufte Situation geschaffen. Was folgte, war eine Verkaufswelle, die das Edelmetall binnen kürzester Zeit auf Talfahrt schickte.

Die wichtigsten Fakten:
- Gold erreichte am Donnerstag Allzeithoch bei 5.324 USD
- Wenige Stunden später Kursrutsch um über 100 Dollar
- Silber fiel von Rekordhoch über 121 USD ebenfalls deutlich zurück
- Technisch überkaufte Lage nach 20% Januar-Rally löste Gewinnmitnahmen aus

Technische Überhitzung als Auslöser

Die vorangegangene Rally hatte die Risikobereitschaft vieler Anleger strapaziert. Als erste Verkaufsorders ausgelöst wurden, entwickelte sich eine Kaskade an Gewinnmitnahmen. Die technische Überkauftsituation entlud sich in einem koordinierten Ausverkauf, der auch andere Edelmetalle erfasste. Silber, das zuvor ebenfalls ein Rekordhoch markiert hatte, verlor ebenfalls deutlich an Wert.

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Zusätzlichen Druck brachte eine leichte Stärke des US-Dollar-Index am Donnerstag. Ein festerer Dollar verteuert Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums und dämpft die Nachfrage.

Strukturelle Nachfrage bleibt intakt

Trotz der scharfen Korrektur bleiben die fundamentalen Treiber der Gold-Rally bestehen. Geopolitische Unsicherheiten und schwindendes Vertrauen in die Geldpolitik hatten in den vergangenen Wochen für anhaltende Nachfrage gesorgt. Zentralbanken kaufen weiterhin strukturell zu, was dem Markt Unterstützung gibt.

Die Großbank UBS sieht Kursziele von bis zu 6.200 US-Dollar für die kommenden Quartale. JP Morgan und Société Générale hatten bereits Ende 2025 Prognosen von rund 5.000 Dollar für 2026 ausgegeben. Der World Gold Council erwartet aufgrund wirtschaftlicher und geopolitischer Instabilität weiterhin robuste Nachfrage.

Die technische Korrektur nach der steilen Januar-Rally dürfte kurzfristig für Volatilität sorgen. Langfristig stützen jedoch strukturelle Käufe und ein fragiles makroökonomisches Umfeld den Goldpreis. Die Marke von 5.000 Dollar bleibt eine wichtige Unterstützungszone.

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