Gold: Fed-Sorgen verdrängen Krisenmodus
Geopolitische Krisen treiben normalerweise den Goldpreis an. Aktuell prallen die Spannungen im Nahen Osten jedoch auf eine harte geldpolitische Realität. Im Vorfeld der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed trennen sich Anleger von dem Edelmetall und drücken den Kurs unter eine psychologisch wichtige Schwelle.
Starker Dollar und hohe Renditen
Der Spotpreis für eine Feinunze fiel heute Nachmittag auf 4.986 US-Dollar und durchbrach damit die Marke von 5.000 Dollar nach unten. Verantwortlich für diese Schwäche ist eine Umschichtung am Markt. Investoren ziehen Kapital aus zinslosen Anlagen ab und weichen in kurzlaufende US-Staatsanleihen aus. Ein starker US-Dollar und anhaltend hohe Anleiherenditen machen das Edelmetall derzeit unattraktiv.
Analyst Carsten Fritsch von der Commerzbank wies darauf hin, dass Gold momentan Schwierigkeiten habe, seine Rolle als sicherer Hafen auszuspielen. Der Markt rechnet für das gesamte Jahr 2026 nur noch mit einer einzigen Zinssenkung im vierten Quartal. Selbst die teilweise Schließung der Straße von Hormus, die den Ölpreis stützt und normalerweise Goldkäufer anlockt, kann diesen Zinsdruck aktuell nicht ausgleichen.
Edelmetalle im Rückwärtsgang
Der Abwärtsdruck beschränkt sich nicht nur auf Gold. Auch industriell genutzte Edelmetalle verzeichnen heute deutliche Verluste:
- Silber: -1,1 Prozent auf 78,42 US-Dollar
- Platin: -1,2 Prozent auf 2.098,20 US-Dollar
- Palladium: -1,3 Prozent auf 1.580,81 US-Dollar
Hinter den Kulissen sichern sich institutionelle Anleger gegen weitere Kursrückgänge ab. Am Optionsmarkt fiel am Morgen ein hohes Volumen an Put-Optionen mit einem Basispreis von 4.950 Dollar auf. Das Handelsvolumen liegt insgesamt rund zwölf Prozent über dem 20-Tage-Durchschnitt. Diese rege Aktivität deutet darauf hin, dass große Marktteilnehmer vor der Fed-Sitzung gezielt Risiken aus ihren Portfolios nehmen. Charttechnisch rückt nun das Monatstief bei 4.834 Dollar als nächste wichtige Unterstützungszone in den Fokus.
Blick auf den Zinsentscheid
Die endgültige Richtung für die kommenden Wochen entscheidet sich heute Abend um 19:00 Uhr mit der Veröffentlichung des Fed-Zinsentscheids und dem neuen "Dot Plot" zur künftigen Zinsentwicklung. Signalisiert Notenbankchef Jerome Powell eine anhaltend restriktive Geldpolitik aufgrund hartnäckiger Inflation, droht ein weiterer Rücksetzer in Richtung 4.900 Dollar. Thematisiert er hingegen die geopolitischen Risiken im Nahen Osten als konkrete Gefahr für die globale Finanzstabilität, könnte dies dem Goldpreis den nötigen Impuls geben, um die Marke von 5.000 Dollar noch vor Handelsschluss zurückzuerobern.
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