Das erste Quartal 2026 war für den Goldmarkt außergewöhnlich bewegt. Das Edelmetall kletterte im Januar auf ein Allzeithoch von 5.589 Dollar je Unze, um anschließend im März mehr als 14 Prozent einzubüßen — die schlechteste Monatsperformance seit Oktober 2008. Zum Quartalsschluss notiert Gold bei rund 4.530 Dollar und hat sich damit merklich vom Monatstief bei 4.098 Dollar erholt.

Eine Erholung mit Gegenwind

Der Rücksetzer im März war kein fundamentaler Bruch, sondern das Ergebnis kurzfristiger Marktdynamiken: Portfolio-Rebalancing institutioneller Investoren, Gewinnmitnahmen nach dem starken Jahresauftakt und ein festerer US-Dollar setzten den Preis unter Druck. Hinzu kamen Abflüsse aus dem SPDR Gold Shares ETF — Privatanleger verkauften den weltgrößten Gold-ETF laut VandaTrack sechs Handelstage in Folge netto, mit einem Gesamtabfluss von rund 10,5 Millionen Dollar.

Gleichzeitig lasten die geopolitischen Entwicklungen auf den Zinssenkungserwartungen. Der nun seit fünf Wochen andauernde US-israelische Konflikt mit dem Iran hat Brent-Rohöl auf über 115 Dollar je Barrel getrieben. Die daraus resultierenden Inflationssorgen haben die Hoffnungen auf Fed-Lockerungen im Jahr 2026 weitgehend zunichte gemacht. Die Fed hält den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent, hob ihre PCE-Kernprognose auf 2,7 Prozent an — und ein FOMC-Mitglied signalisiert sogar eine Zinserhöhung für 2027.

Technisch angespannt, fundamental gestützt

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Aus charttechnischer Sicht bleibt die Lage fragil. Der MACD hat die Nulllinie von oben gekreuzt und befindet sich im negativen Bereich, der RSI hält bei rund 47. Die Unterstützungszone bei 4.381 Dollar gilt als zentrale Orientierungsmarke — ein Bruch darunter würde weiteres Abwärtspotenzial bis in Richtung 4.099 Dollar eröffnen. Erst ein Stundenschluss über 4.620 Dollar würde das bearishe Szenario technisch entkräften.

Auf Jahressicht steht Gold trotz des März-Einbruchs noch mit einem Plus von rund 3,8 Prozent in Dollar — in Euro gerechnet sogar mit knapp 6,5 Prozent.

Die institutionellen Prognosen für das zweite Quartal und den weiteren Jahresverlauf bleiben konstruktiv: J.P. Morgan erwartet einen Goldpreis von durchschnittlich 5.055 Dollar im vierten Quartal 2026, Goldman Sachs hat sein Jahresziel auf 5.400 Dollar angehoben. Als strukturellen Anker nennen beide Häuser die anhaltend hohe Zentralbanknachfrage, die 2026 im Schnitt 585 Tonnen pro Quartal erreichen soll. Die unmittelbare Richtung dürfte zunächst die Datenwoche bestimmen: Powell spricht heute, am Mittwoch folgen ADP-Beschäftigung und ISM-Manufacturing, am Freitag die Nonfarm Payrolls.

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