Gold: Optimistische Schlagzeilen
Gold startet mit Gewinnen ins neue Jahr und setzt damit seinen historischen Aufwärtstrend fort. Mit einem Jahresgewinn von 64% in 2025 – dem stärksten seit 1979 – steht das Edelmetall auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Doch während die fundamentalen Treiber intakt bleiben, mehren sich die Warnsignale vor einer kurzfristigen Korrektur.
Die wichtigsten Fakten:
- Gold verzeichnete 2025 einen Jahresgewinn von 64% – stärkster Anstieg seit 1979
- Das Edelmetall notiert aktuell rund 26% über seinem 200-Tage-Durchschnitt
- Index-Rebalancierung könnte in den kommenden Tagen Verkaufsdruck von 6 Milliarden Dollar auslösen
- 95% der Zentralbanken planen weitere Goldkäufe
Fundamentale Stärke bleibt intakt
Die Gemengelage aus geopolitischen Spannungen und geldpolitischen Faktoren stützt die Nachfrage. Unruhen im Iran, der Ukraine-Konflikt und die instabile Lage im Gazastreifen halten die Safe-Haven-Nachfrage hoch. Hinzu kommt der schwache US-Dollar, der 2025 sein schlechtestes Jahresergebnis seit 2017 verzeichnete – der Wall Street Journal Dollar Index verlor über 6%. Für internationale Investoren wird Gold dadurch attraktiver.
Ein zentraler Preistreiber bleibt die Nachfrage der Zentralbanken. Laut einer Umfrage des World Gold Council planen 95% der Zentralbanken, ihre Goldreserven weiter aufzustocken. Besonders Schwellenländer setzen verstärkt auf Diversifikation weg vom US-Dollar.
Kurzfristige Belastungsprobe steht bevor
Die anstehende Neugewichtung des Bloomberg Commodities Index könnte allerdings kurzfristig für Turbulenzen sorgen. Ab nächster Woche beginnt eine fünftägige Umschichtungsphase, in der schätzungsweise 6 Milliarden Dollar an Gold-Futures verkauft werden müssen. TD Securities warnt vor erheblichen Verkäufen, die durch die niedrige Liquidität während der Feiertage verstärkt werden könnten.
Die technische Überdehnung ist deutlich sichtbar: Der Rekordanstieg von 148,8% seit Oktober 2023 ist der größte zyklische Bullenmarkt in der Geschichte des Goldpreises. Nach vergleichbaren Rallyes folgten historisch durchschnittlich Korrekturen von 20,8% über 2,1 Monate.
Analysten bleiben konstruktiv
Trotz der Risiken sehen die Großbanken weiteres Potenzial. Goldman Sachs nennt ein Basisszenario bei 4.900 Dollar pro Unze mit Aufwärtsrisiken. Bank of America sieht 5.000 Dollar als Zielmarke, sofern Zentralbankkäufe und Dollar-Schwäche anhalten. State Street erwartet eine Handelsspanne zwischen 4.000 und 4.500 Dollar, sieht aber bei strukturellen Portfolio-Umschichtungen und geopolitischen Eskalationen Potenzial bis 5.000 Dollar.
Die Privatanleger sind ebenfalls optimistisch: 71% erwarten laut einer Umfrage, dass Gold 2026 über 5.000 Dollar steigt. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die fundamentale Stärke ausreicht, um den technischen Gegenwind zu überstehen.
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