Nach dem Allzeithoch von 4.642 US-Dollar am Vortag schwächelt das gelbe Edelmetall. Der Grund: Geopolitische Spannungen entspannen sich – zumindest vorübergehend. US-Präsident Trump verzichtet vorerst auf eine militärische Eskalation mit dem Iran, zudem bleiben kritische Mineralien wie Seltene Erden von neuen Zollplänen verschont.

Die Reaktion am Goldmarkt folgt prompt: Gewinnmitnahmen drücken den Preis um 0,4 Prozent auf etwa 4.603 US-Dollar. Die Februar-Futures verlieren 0,6 Prozent.

Die Fakten im Überblick:

  • Gold steht trotz Rücksetzer seit Jahresbeginn 6 Prozent im Plus
  • Allzeithoch bei 4.642 US-Dollar markiert die jüngste Rally
  • Entspannung bei Iran-Konflikt dämpft Safe-Haven-Nachfrage
  • Trump signalisiert Verzicht auf militärisches Vorgehen

Zentralbanken kaufen weiter massiv

Die aktuelle Korrektur ändert nichts am großen Bild. Chinas Notenbank stockte ihre Goldreserven im Dezember auf 74,15 Millionen Feinunzen auf. ETF-Zuflüsse erreichten 2025 einen Rekord von 89 Milliarden US-Dollar. Der SPDR Gold Trust hält mit 1.073,41 Tonnen so viel Gold wie seit über drei Jahren nicht mehr.

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Das bedeutet: Die Nachfrage institutioneller Investoren bleibt robust. Die jüngste Aufwärtsbewegung wurde zusätzlich durch Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed befeuert – strafrechtliche Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell hatten die Flucht in sichere Anlagen verstärkt.

Zinssenkungen bleiben im Blick

Für die Januar-Sitzung der Federal Reserve erwarten Marktteilnehmer keine Änderung. Anders sieht es für den weiteren Jahresverlauf aus: Mindestens zwei Zinssenkungen um je 25 Basispunkte sind bereits eingepreist. Die US-Kerninflation verharrte im Dezember bei 2,6 Prozent – dem niedrigsten Wert seit 2021.

Niedrigere Zinsen machen Gold attraktiver, da die Opportunitätskosten sinken. Parallel korrigiert Silber deutlicher: Das Industriemetall gibt rund 3 Prozent auf 89,97 US-Dollar nach, nachdem es im frühen Handel ein Allzeithoch von 93,57 US-Dollar erreicht hatte. Die höhere Volatilität erklärt sich durch den kleineren Markt.

Die fundamentalen Treiber für Gold bleiben intakt. Solange Zentralbanken kaufen und die Zinsperspektive stimmt, dürfte die aktuelle Pause nur ein Zwischenstopp sein.

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