Nach einem Rekordjahr 2025 startet Gold mit einem spürbaren Dämpfer ins neue Handelsjahr. Nach dem Allzeithoch Ende Dezember setzen deutliche Gewinnmitnahmen ein, die den Preis zurück in Richtung wichtiger technischer Marken drücken. Entscheidend ist nun, ob sich die aktuelle Bewegung als normale Verschnaufpause in einem intakten Bullenmarkt erweist oder der Aufwärtstrend an Schwung verliert.

Aktuelle Lage: Rücksetzer nach Rekordhoch

Zum Wochenschluss am Freitag lag der Goldpreis bei 4.342 US-Dollar. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Minus von knapp 5 Prozent – ein klarer Hinweis auf eine Korrektur nach dem jüngsten Höhenflug. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 4.562 US-Dollar, das am 26. Dezember 2025 markiert wurde, ist der Preis aktuell rund 4,8 Prozent entfernt.

Trotz des Rücksetzers bewegt sich das Edelmetall damit weiterhin komfortabel über dem 52‑Wochen-Tief bei 3.941,30 US-Dollar. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist also noch intakt, auch wenn kurzfristig die Verkäufer den Ton angeben.

Die technischen Kennzahlen zeichnen ein eher neutrales Bild:

  • Schlusskurs Freitag: 4.342,00 US-Dollar
  • Veränderung 7 Tage: -4,82 %
  • Veränderung 30 Tage: +2,53 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch: -4,82 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Tief: +10,17 %
  • 50‑Tage-Durchschnitt: 4.247,37 US-Dollar (Abstand: +2,23 %)
  • RSI (14 Tage): 57,7
  • 30‑Tage-Volatilität (annualisiert): 17,44 %

Der RSI liegt mit 57,7 im neutralen Bereich – weder überhitzt noch überverkauft. Das passt zu einem Markt, der nach einer starken Rally zunächst Luft ablässt.

Technische Marken im Fokus

Charttechnisch rückt die Zone knapp oberhalb von 4.300 US-Dollar in den Mittelpunkt. Der Bereich um den 50‑Tage-Durchschnitt bei 4.247,37 US-Dollar dient aktuell als Orientierung für mittelfristig orientierte Marktteilnehmer.

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Wichtige Punkte aus technischer Sicht:

  • Der Schlusskurs liegt noch über dem 50‑Tage-Schnitt, was den übergeordneten Aufwärtstrend stützt.
  • Der Rückgang der letzten Woche bleibt moderat im Vergleich zur vorangegangenen Rally.
  • Die Volatilität ist mit gut 17 Prozent erhöht, aber nicht außergewöhnlich hoch für Gold.

Kurzfristig entscheidet sich die Richtung daran, ob die Käufer es schaffen, den Bereich um den gleitenden Durchschnitt zu verteidigen und den Kurs wieder in Richtung Rekordhoch zu drehen.

Was der Rücksetzer bedeutet

Der jüngste Rückgang passt zum Bild einer Konsolidierung nach einer Phase der Übertreibung nach oben. Nach dem Rekordstand Ende Dezember setzten Anleger offenbar verstärkt auf Gewinnmitnahmen – ein übliches Muster nach starken Trendbewegungen.

Gleichzeitig bleibt der Preis deutlich über wichtigen längerfristigen Unterstützungen und klar im Plus gegenüber dem 52‑Wochen-Tief. Das spricht eher für eine Atempause als für eine Trendwende. Der neutrale RSI und der moderate Abstand zur 50‑Tage-Linie untermauern diesen Eindruck.

Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, ob Gold die Zone um den 50‑Tage-Durchschnitt halten und sich anschließend in Richtung 4.562 US-Dollar vorarbeiten kann. Gelingt das, dürfte der Rücksetzer im Rückblick als gesunde Korrektur innerhalb eines weiterhin bestehenden Bullenmarktes gelten.

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