Gold: Erfolgreicher Rundumschlag
Gold hat den stärksten Januar seit den 1980er Jahren hinter sich – mit einem Plus von rund 24 Prozent. Doch nach dem Allzeithoch über 5.500 Dollar pro Unze setzen Gewinnmitnahmen ein. Der Kurs brach am Freitag zeitweise um mehr als fünf Prozent ein. Was treibt die beispiellose Rallye? Und wie nachhaltig ist der Höhenflug?
Die wichtigsten Fakten:
- Neues Allzeithoch bei 5.594,82 Dollar am Donnerstag
- Korrektur auf bis zu 5.109,62 Dollar innerhalb eines Tages
- Stärkster Monatsgewinn seit den 1980er Jahren
- UBS hebt Prognose auf 6.200 Dollar an
- Zentralbanken kaufen derzeit 60 Tonnen monatlich
Fed hält Zinsen stabil – doch Zweifel wachsen
Die US-Notenbank beließ den Leitzins am 28. Januar bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Ungewöhnlich: Zwei Gouverneure – Christopher Waller und Stephen Miran – stimmten für eine Senkung um 25 Basispunkte. Waller gilt als möglicher Nachfolger von Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet.
Präsident Donald Trump will am Freitag seinen Kandidaten für den Fed-Vorsitz bekanntgeben. Der frühere Gouverneur Kevin Warsh gilt als Favorit. Dessen geldpolitische Haltung könnte kurzfristig Druck auf Gold ausüben – doch die Unsicherheit über die künftige Unabhängigkeit der Fed befeuert die Safe-Haven-Nachfrage.
Dollar-Schwäche und geopolitische Risiken
Der US-Dollar-Index fiel auf ein Vierjahrestief. Die New York Fed führte einen seltenen „Rate Check" mit Währungshändlern durch – ein Signal für mögliche koordinierte Interventionen. Parallel verschärft Trump den Handelskonflikt: Er droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen bei einem Abkommen mit China und verhängt neue Abgaben auf südkoreanische Importe.
Geopolitische Spannungen um Grönland, im Nahen Osten und in der Ukraine halten die Risikoaversion hoch. Irans Drohung, sich „wie nie zuvor zu verteidigen", verstärkt die Flucht in sichere Häfen.
Zentralbanken und ETFs treiben strukturelle Nachfrage
Goldman Sachs schätzt die monatlichen Zentralbankkäufe auf etwa 60 Tonnen – mehr als dreimal so viel wie vor 2022. Ryan McIntyre von Sprott Inc. bestätigt: Zentralbanken diversifizieren ihre Devisenreserven und reduzieren die Dollar-Abhängigkeit.
Auch private Investoren steigen massiv ein. Die Bestände in westlichen Gold-ETFs wuchsen seit Jahresbeginn 2025 um rund 500 Tonnen. Europäische Gold-ETFs verzeichneten allein 2026 über zwei Milliarden Euro an Zuflüssen.
Silber übertrifft Gold – Platin auf Rekordhoch
Silber legte im Januar um mehr als 60 Prozent zu und erreichte 121,64 Dollar pro Unze. Citi hob die kurzfristige Prognose auf 150 Dollar an, Bank of America hält sogar 170 Dollar für möglich. Platin kletterte auf ein Rekordhoch von 2.918,80 Dollar. Standard Chartered warnt jedoch vor einer kurzfristigen Korrektur bei Silber.
Volatilität bleibt erhöht
Peter Grant von Zaner Metals bezeichnet die Edelmetall-Rallye als „Eigenleben entwickelt". Gold sei überkauft, doch starkes Kaufinteresse bei Rücksetzern stütze die Aufwärtsbewegung. Trumps Fed-Nominierung wird kurzfristig richtungsweisend sein. Mittelfristig dürften strukturelle Faktoren – Zentralbankkäufe, De-Dollarisierung und geopolitische Risiken – den Goldpreis weiter treiben. UBS, Deutsche Bank und Societe Generale erwarten bis Jahresende Kurse um 6.000 Dollar.
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