Ein „Warsh-Schock“ erschüttert den Edelmetallmarkt bis ins Mark. Die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen US-Notenbankchef löste zum Wochenstart panikartige Verkäufe aus, die in ihrer Dynamik an die Abstürze der frühen 1980er Jahre erinnern. Während Spekulanten fluchtartig den Markt verlassen, stellt sich für strategische Investoren die Frage, ob der langfristige Aufwärtstrend damit gebrochen ist.

  • Aktueller Kurs: 4.725,30 USD (+0,10 % heute)
  • Wochenverlust: -5,53 % auf 7-Jahres-Sicht
  • Auslöser: Nominierung eines „Falken“ für die Fed und höhere Margin-Anforderungen
  • Analystenziele: Weiterhin bis zu 6.300 USD für 2026

Der Wochenauftakt geriet für Goldanleger zum Debakel. Zeitweise verlor das Edelmetall über 9 % an Wert und markierte ein Tief bei 4.402 USD. Beschleunigt wurde dieser Absturz durch einen technischen Hebel: Die CME Group erhöhte die erforderlichen Sicherheitsleistungen (Margins) für Gold-Futures von 6 % auf 8 %. Dieser Schritt zwang hoch gehebelte Spekulanten zur sofortigen Auflösung ihrer Positionen, was eine klassische Verkaufsspirale in Gang setzte. Auch Silber wurde in den Abwärtssog gerissen und fiel auf rund 81,20 USD.

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Fundamental begründet sich der drastische Stimmungsumschwung in der Personalpolitik des Weißen Hauses. US-Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh als Nachfolger für den Fed-Vorsitz. Warsh gilt an den Märkten als geldpolitischer „Falke“, der für eine straffere Zinspolitik steht. Die Reaktion folgte prompt: Der US-Dollar wertete deutlich auf, was das in Dollar notierte Gold für internationale Käufer verteuerte und Gewinnmitnahmen nach der monatelangen Rally provozierte.

Analysten sehen Kaufchance

Trotz des massiven Rücksetzers bewerten führende Finanzinstitute die Lage weit weniger dramatisch als der kurzfristige Chart vermuten lässt. Die Deutsche Bank bestätigte ihr Kursziel von 6.000 USD pro Unze für das laufende Jahr. Die Experten interpretieren den Preisverfall als Korrektur innerhalb eines intakten übergeordneten Aufwärtstrends.

Noch optimistischer zeigen sich die Strategen von J.P. Morgan. Sie halten an ihrer Prognose von bis zu 6.300 USD bis Ende 2026 fest. Als fundamentales Sicherheitsnetz fungiert dabei die physische Nachfrage: Zentralbanken dürften in diesem Jahr voraussichtlich rund 800 Tonnen Gold akkumulieren. Zudem verzeichnen chinesische Gold-ETFs trotz der geplatzten Spekulationsblase weiterhin Mittelzuflüsse, was auf ein robustes Interesse aus Fernost hindeutet.

Aktuell gelingt dem Goldpreis im Bereich von 4.600 bis 4.700 USD eine erste Stabilisierung. Dass der Kurs heute mit einem leichten Plus von 0,10 % notiert und der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt nur noch rund 3 % beträgt, deutet auf eine Beruhigung der Lage hin. Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, ob der starke Dollarbestand hat und wie die kommenden Äußerungen der US-Notenbankvertreter die Zinserwartungen der Märkte neu justieren.

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