Die Krisenwährung Nummer eins sucht nach Halt. Während in Genf gleich zwei diplomatische Großoffensiven starten, ziehen sich Anleger aus dem „Sicheren Hafen“ zurück. Die Hoffnung auf Entspannung zwischen den USA und dem Iran sowie im Ukraine-Konflikt dämpft die Furcht vor einer Eskalation, was den Goldpreis spürbar belastet.

Die wichtigsten Daten im Überblick:
* Aktueller Kurs: 4.916,90 USD
* Wochenentwicklung: -2,61 %
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -9,78 %
* Volatilität (30 Tage): 46,27 %

Doppelte diplomatische Bremse

Der Fokus der Finanzmärkte liegt derzeit auf der Schweiz. In Genf laufen parallele Verhandlungen, die das geopolitische Risiko – und damit den Haupttreiber für Gold – reduzieren könnten. Zum einen wurden die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen. US-Präsident Donald Trump kündigte eine indirekte Beteiligung an und signalisierte vorsichtigen Optimismus bezüglich einer Einigung, auch wenn im Hintergrund weiterhin militärische Drohkulissen aufgebaut werden.

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Zum anderen treffen sich Vertreter der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung zu einer neuen Runde trilateraler Friedensgespräche. Diese diplomatische Doppelschlagkraft sorgt dafür, dass Risikoaufschläge im Goldpreis ausgepreist werden. Zwar notiert das Edelmetall heute mit einem leichten Plus von 0,10 Prozent bei 4.916,90 USD stabil, der Wochenverlust von über 2,6 Prozent zeigt jedoch deutlich, dass das Sentiment gedreht hat.

Geldpolitik als weiterer Belastungsfaktor

Neben der Geopolitik drückt auch die Geldpolitik auf die Stimmung. Ein aufwertender US-Dollar macht das in Dollar notierte Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer. Zudem verunsichert die Personalie Kevin Warsh. Die Nominierung des als geldpolitisch streng geltenden Warsh zum nächsten Fed-Vorsitzenden hat die Fantasie für rasche Zinssenkungen gedämpft.

Marktbeobachter warten nun gespannt auf die kommenden Datenpunkte: Am Mittwoch steht das Protokoll der letzten Fed-Sitzung an, gefolgt vom PCE-Preisindex am Freitag. Letzterer gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank. Sollten diese Daten eine weiterhin hartnäckige Inflation bestätigen, würde dies den Spielraum für Zinssenkungen weiter einschränken und das zinslose Gold unattraktiver machen.

Fazit

Gold befindet sich in einer klassischen Zange aus geopolitischer Entspannungshoffnung und geldpolitischem Gegenwind. Der Kursrückgang von fast 10 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch Ende Januar spiegelt diese Neubewertung wider. Die kurzfristige Richtung hängt nun maßgeblich von den Ergebnissen in Genf ab: Scheitern die Gespräche, dürfte die „Angstprämie“ schnell zurückkehren. Bleibt es jedoch bei konstruktiven Signalen, richtet sich der Blick voll auf die Inflationsdaten am Freitag.

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