Genmab Aktie: Gewinn bricht ein
Der dänische Biotech-Konzern Genmab hat seinen Jahresbericht für 2025 vorgelegt – und die Zahlen offenbaren eine überraschende Entwicklung. Während die Umsätze kräftig zulegten, sackte der Gewinn deutlich ab. Investoren dürften sich fragen: Was läuft da schief bei einem Unternehmen, dessen Blockbuster DARZALEX weiter durch die Decke geht?
Paradoxe Zahlen: Mehr Umsatz, weniger Gewinn
Die Bilanz für 2025 zeigt ein gespaltenes Bild. Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 3,72 Milliarden Dollar – getrieben durch höhere Lizenzeinnahmen von DARZALEX und Kesimpta sowie starke Verkäufe des eigenen Produkts EPKINLY. Die Lizenzerlöse allein stiegen um 23 Prozent auf 3,10 Milliarden Dollar.
Doch der Gewinn? Der fiel von 1,13 Milliarden auf 963 Millionen Dollar – ein Rückgang um 15 Prozent. Pro Aktie sank das Ergebnis von 17,53 auf 15,37 Dollar. Verantwortlich dafür sind massiv gestiegene Betriebsausgaben, die von 1,96 Milliarden auf 2,22 Milliarden Dollar hochschnellten. Die Übernahme von Merus und Investitionen in späte Entwicklungsphasen sowie Vermarktungskapazitäten schlagen ordentlich zu Buche.
Optimistische Prognose trotz steigender Kosten
Für 2026 stellt Genmab Umsätze zwischen 4,07 und 4,40 Milliarden Dollar in Aussicht – die Mittelpunktschätzung liegt bei 4,23 Milliarden Dollar. Das wären nochmals knapp 14 Prozent mehr als 2025. Kernstück der Prognose: DARZALEX-Lizenzeinnahmen von rund 2,7 Milliarden Dollar, basierend auf erwarteten Produktverkäufen zwischen 15,6 und 16,4 Milliarden Dollar durch Partner Johnson & Johnson.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Genmab?
Die Betriebskosten sollen allerdings weiter steigen – auf 2,71 bis 2,91 Milliarden Dollar. Das Management begründet dies mit Investitionen in späte klinische Programme und Launch-Vorbereitungen in Schlüsselmärkten. Der operative Gewinn wird zwischen 900 Millionen und 1,40 Milliarden Dollar erwartet – eine breite Spanne, die Unsicherheit signalisiert.
Pipeline liefert Fortschritte
Abseits der reinen Zahlen gab es 2025 durchaus operative Erfolge. EPKINLY erhielt die Zulassung der US-Behörde FDA für eine frühere Therapielinie beim follikulären Lymphom – in Kombination mit Rituximab und Lenalidomid. Die zugrunde liegende Phase-3-Studie EPCORE FL-1 erreichte beide primären Endpunkte. Auch Tivdak, ein weiteres Genmab-Produkt, wurde in Europa und Japan für rezidivierendes oder metastasiertes Zervixkarzinom zugelassen.
Die globalen Verkäufe von EPKINLY stiegen 2025 um 67 Prozent auf 468 Millionen Dollar. In den USA und Japan, wo Genmab selbst vermarktet, lagen die Nettoverkäufe bei 379 Millionen Dollar. Das zeigt: Die eigene Kommerzialisierung gewinnt an Bedeutung.
Investoren müssen nun abwägen: Rechtfertigt das Umsatzwachstum die steigenden Kosten? Die Gewinnmarge steht unter Druck, während Genmab gleichzeitig in die eigene Zukunft investiert. Die Zahlen für 2026 werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht.
Genmab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Genmab-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Genmab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Genmab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Genmab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








