FTSE 100: Gewinnmitnahmen drücken Index
Die britische Börse zeigt sich am Donnerstag schwächer. Der FTSE 100 verliert 0,90 Prozent auf 10.309 Punkte – nachdem er tags zuvor noch ein Rekordhoch markiert hatte. „Die Marktteilnehmer sehen sich erneut mit erhöhter Volatilität an den Edelmetallmärkten und eher schwachen Unternehmenszahlen konfrontiert", erklärt Marktexperte Andreas Lipkow. „Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren sich an der Seitenlinie."
Die Zinsentscheidung der Bank of England bewegte kaum, da die Notenbank ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 3,75 Prozent beließ. Allerdings fiel die Abstimmung denkbar knapp aus – ein Hinweis auf die internen Meinungsverschiedenheiten über den künftigen geldpolitischen Kurs.
Shell enttäuscht, Vodafone bricht ein
Besonders deutlich unter Druck steht Shell. Der Ölkonzern hat Zahlen vorgelegt, die unter den Erwartungen liegen – trotz eines angekündigten Aktienrückkaufprogramms über 3,5 Milliarden Dollar. Die Anleger quittieren das mit Verkäufen.
Noch härter trifft es Vodafone. Die Aktie sackt um 6,5 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern hat im dritten Geschäftsquartal 2025/26 zwar Umsatz und operativen Gewinn gesteigert, doch die organischen Umsatzerlöse in Schlüsselmärkten wie Großbritannien und Deutschland blieben hinter den Prognosen zurück. JPMorgan spricht von einer „leichten Enttäuschung" – der deutliche Kursverlust ist auch der vorherigen Rallye geschuldet.
Immobilien- und Finanzwerte schwächeln
Zu den größten Verlierern zählen die Immobilienwerte. Segro und LondonMetric Property fallen um drei bis fünf Prozent. Auch die Bankentitel schwächeln: Lloyds Banking Group und Natwest Group geben deutlich nach. Im Bausektor verlieren Persimmon und Barratt Redrow ebenfalls zwischen drei und fünf Prozent.
Auf der Gewinnerseite steht vor allem LSEG, die Aktie der London Stock Exchange Group klettert um 6,3 Prozent. Auch Relx, Experian und Standard Chartered legen zwischen ein und 2,5 Prozent zu. Doch diese punktuellen Stärken können die breite Schwäche im Index nicht kompensieren.
Baukrise lässt nach
Eine leicht positive Note kommt aus der Bauwirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor stieg im Januar auf 46,4 Punkte – nach einem fünfeinhalbjährigen Tief von 40,1 Punkten im Dezember. Das ist der höchste Wert seit Juni 2025 und liegt deutlich über der Prognose von 42,2 Punkten. Allerdings signalisiert das Barometer mit seinem Stand unter 50 weiterhin eine Schrumpfung der Branche – bereits den 13. Monat in Folge.
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