Der Londoner Leitindex hat sich zuletzt als einer der stärksten europäischen Märkte behauptet. Trotz eskalierender Spannungen im Nahen Osten legte der FTSE 100 gestern um 1,6 Prozent zu — und kletterte dabei auf 10.028,85 Punkte.

Die Triebfeder: steigende Ölpreise. Brent-Rohöl verteuerte sich auf zeitweise knapp 109,50 Dollar je Barrel, bevor es sich bei rund 107,60 Dollar stabilisierte. Für einen Index mit starker Gewichtung von Energie- und Rohstoffwerten ist das ein natürlicher Rückenwind.

Rohstoffe und Energie als Kurstreiber

Shell und BP profitierten unmittelbar von der Lage am Ölmarkt und legten jeweils rund 1,3 bis 1,4 Prozent zu. Noch deutlicher kletterten die Minenwerte: Rio Tinto gewann 3,7 Prozent, nachdem der Konzern die Wiederaufnahme des Betriebs an drei seiner vier Eisenerz-Hafenanlagen in der australischen Pilbara-Region nach dem Wirbelsturm Narelle gemeldet hatte. Glencore folgte mit einem Plus von 2,3 Prozent.

Im Energiesektor stachen außerdem Metlen Energy & Metals mit fast 3 Prozent sowie SSE mit 2,3 Prozent hervor. Centrica, National Grid und Severn Trent reihten sich ebenfalls unter den Gewinnern ein.

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Gegenwind aus dem Nahen Osten

Das Umfeld bleibt dennoch angespannt. Der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite ist mittlerweile in seinen zweiten Monat eingetreten. Iran traf einen kuwaitischen Öltanker in der Nähe eines Dubais Hafens — ein Signal, dass die Risiken für die Schifffahrt im Persischen Golf real und unmittelbar sind.

Kein Wunder, dass das die Stimmung nicht vollständig beruhigt. Washington signalisiert zwar, die Meerenge von Hormus notfalls durch eigene oder multinationale Eskorten zu sichern, doch die Lage bleibt unberechenbar.

Für den FTSE 100 könnte genau das zum Problem werden: Wer von hohen Ölpreisen profitiert, leidet auch dann, wenn der Markt dreht. Der heutige Handelstag dürfte daher unter Vorbehalt stehen — zumal die Futures auf einen schwächeren Auftakt hindeuten.

Immerhin liefert der heimische Immobilienmarkt ein kleines Plus: Die britischen Hypothekengenehmigungen für Hauskäufe stiegen im Februar auf 62.600 — mehr als erwartet und ein Zeichen stabiler Kreditnachfrage.

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