Fiserv Aktie: Starker Wettbewerbsstand!
Fiserv erweitert sein Angebot im Zahlungsverkehr und steigt mit einer exklusiven Kooperation mit Affirm tiefer in das „Buy now, pay later“-Geschäft ein. Im Fokus steht dabei nicht der Checkout beim Händler, sondern die Debitkarte der Bankkunden. Für US-Regional- und Community-Banken könnte das ein wichtiges Instrument im Wettbewerb mit großen Digitalplayern werden.
Exklusive BNPL-Integration für Debitkarten
Heute hat Fiserv eine exklusive Zusammenarbeit mit Affirm angekündigt, um „Buy now, pay later“ (BNPL) direkt in Debitkartenprogramme von US-Finanzinstituten zu integrieren.
Kern der Kooperation:
- Tausende Banken und Kreditgenossenschaften, die Fiserv nutzen, sollen ihren Kunden Ratenzahlungsfunktionen über bestehende Debitkarten anbieten können.
- Fiserv und Affirm übernehmen alle technischen Aufgaben. Dazu gehören Echtzeit-Bonitätsprüfung, Kreditvergabe und Refinanzierung über die Affirm-Plattform.
- Die Lösung wird in die Mobile-Banking-Apps der teilnehmenden Institute eingebettet, sodass Debitkarteninhaber Einkäufe in feste Raten aufteilen können.
- Für die Banken entsteht laut Mitteilung kein zusätzlicher operativer Aufwand, da Integration und Betrieb vollständig von Fiserv und Affirm gemanagt werden.
Die Kooperation knüpft an eine Vereinbarung aus dem Jahr 2022 an, durch die Affirm bereits in Fiservs Commerce Hub für Händler-Checkout-Lösungen integriert wurde. Nun wird die BNPL-Funktionalität von der Händlerseite auf die Emittenten-Seite ausgeweitet – direkt hinein in die Debitprodukte der Institute.
Zentrale Merkmale der Partnerschaft
Die Vereinbarung sieht für teilnehmende Finanzinstitute unter anderem folgende Punkte vor:
- Schlüsselfertige technische Integration durch Fiserv und Affirm
- Zugang zum Händlernetzwerk von Affirm mit rund 420.000 Akzeptanzstellen
- Direkte Einbindung in Mobile Apps für flexible Ratenzahlungen per Debitkarte
- Keine zusätzliche operative Last für Banken und Kreditgenossenschaften
Aus Sicht vieler Institute stellt sich damit die Frage, wie sie ohne hohe eigene Entwicklungsbudgets zeitnah wettbewerbsfähige BNPL-Angebote bereitstellen können – genau hier setzt das Modell von Fiserv und Affirm an.
Strategische Bedeutung für Banken
Fiserv adressiert mit dem Schritt vor allem den Wettbewerbsdruck, unter dem kleinere und regionale Banken in den USA stehen. Durch die Integration von BNPL direkt in bestehende Debitprogramme erhalten deren Kunden Finanzierungsmöglichkeiten – einschließlich 0 %-Finanzierungsangebote bei ausgewählten Händlern – unmittelbar über die gewohnte Banking-App.
Erik Wichita, Head of Card Services bei Fiserv, betont, dass die Zusammenarbeit den Instituten helfen soll, im Karten- und Zahlungsverkehr „effektiv zu konkurrieren, Kunden- und Mitgliederbeziehungen zu vertiefen und die Debitkarte im Zahlungsalltag vorn zu halten“.
Weitere Entwicklungen im Januar
Die exklusive BNPL-Kooperation mit Affirm ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Ankündigungen, die Fiserv im Januar gemeldet hat:
- 21. Januar: Strategische Partnerschaft mit Sumitomo Mitsui Card Company, um Clover-Produkte japanischen Händlern anzubieten
- 8. Januar: Zusammenarbeit mit Microsoft, um KI-getriebene Innovationen im Zahlungsbereich zu beschleunigen
- 7. Januar: Einführung von identitätsbasierten Zahlungen über die Clover-Plattform
Damit setzt der Konzern seine Strategie fort, das eigene Ökosystem aus Händlerlösungen, Kartenservices und Technologieplattformen zu erweitern.
Nächster Kurstreiber: Quartalszahlen im Februar
Am 10. Februar legt Fiserv die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, noch vor US-Börsenöffnung. Für denselben Tag ist um 8:00 Uhr ET eine Telefonkonferenz angesetzt. In der letzten veröffentlichten Prognose zum dritten Quartal 2025 stellte das Unternehmen für das Gesamtjahr 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 3,5 % bis 4 % sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 8,50 und 8,60 US-Dollar in Aussicht.
Mit der Kombination aus neuen Partnerschaften – darunter Affirm, Sumitomo Mitsui und Microsoft – und den anstehenden Zahlen gewinnt der Termin im Februar an Bedeutung, weil der Markt dann besser einschätzen kann, welchen finanziellen Beitrag die jüngsten Initiativen mittelfristig leisten dürften.
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