Während Fiserv seine Führungsstruktur straff organisiert, mahnen Anwaltskanzleien Anleger zur Eile: Die Frist für eine milliardenschwere Sammelklage läuft ab. Das Fintech-Unternehmen steht im Zentrum von Betrugsvorwürfen rund um seine Clover-Plattform – ausgerechnet in einem Geschäftsbereich, der als Wachstumstreiber galt. Kann der Konzern die Wende schaffen?

Doppelschlag: Neuer Chef und alte Probleme

Ende August vollzog Fiserv einen strategischen Führungswechsel in seiner Financial Institutions Group. John Gibbons, bisher Co-Chef der Sparte, wechselt in eine Beraterrolle und überlässt Andrew Gelb die alleinige Leitung. Die Neuorganisation soll die Kommandostrukturen in einem der Kerngeschäftsbereiche vereinfachen – ein wichtiger Schritt in einem hart umkämpften Fintech-Markt.

Doch die vermeintlich positive Nachricht wird von einer juristischen Altlast überschattet. Mehrere Anwaltskanzleien erinnerten Investoren daran, dass die Frist zur Anmeldung als Kläger in einer Sammelklage gegen Fiserv am 22. September ausläuft.

Betrugsvorwürfe um Clover-Plattform

Der Kern der Anschuldigungen: Fiserv soll irreführende Angaben zur Performance seiner Clover-Plattform gemacht haben. Konkret geht es um die zwangsweise Migration von Händlern von der älteren Payeezy-Plattform zu Clover, wodurch die Wachstumszahlen künstlich aufgebläht worden seien. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von Juli 2024 bis Juli 2025.

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Diese Probleme im Merchant-Segment haben bereits deutliche Spuren an der Börse hinterlassen. Die Aktie brach im Frühjahr und Sommer 2025 mehrfach ein, nachdem das Unternehmen schwächelnde Wachstumsraten bei Clovers Zahlungsvolumen einräumen und die Jahresprognose nach unten korrigieren musste.

Entscheidende Wochen stehen bevor

Für Anleger stehen kritische Termine an: Zunächst die Klagefrist am 22. September, dann die für Ende Oktober erwarteten Quartalszahlen. Dort wird sich zeigen müssen, ob Fiserv die Probleme in den Griff bekommt und wieder auf Wachstumskurs einschwenken kann. Die jüngste Führungsstraffung könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein – doch die Schatten der Clover-Affäre werden das Unternehmen noch länger begleiten.

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