Evotec Aktie: Gates-Millionen sichern
Evotec erhält frischen Rückenwind aus den USA: Die Bill & Melinda Gates Foundation fördert die Biologika-Tochter Just - Evotec Biologics mit einem mehrjährigen Grant. Im Fokus steht die KI-gestützte Optimierung monoklonaler Antikörper – ein strategisch wichtiges Feld für den angeschlagenen Biotech-Konzern.
Die Förderung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Evotec kämpft mit einem schwachen Marktumfeld im Drug-Discovery-Segment, die Marktkapitalisierung liegt bei nur noch 1,05 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigt sich: Strategische Partnerschaften bleiben der zentrale Hebel für Wachstum.
Zehn neue Projekte über drei Jahre
Die Gates Foundation finanziert über die kommenden drei Jahre zehn neue Projekte der J.MD-Plattform (Molecular Design). Diese kombiniert:
- KI-gestützte Moleküldesign-Verfahren
- Hochdurchsatz-Methoden zur Prozessoptimierung
- Computergestützte Werkzeuge für frühes Moleküldesign
Ziel ist die Entwicklung kostengünstiger Biotherapeutika für globale Gesundheitsindikationen. Die J.MD-Technologie optimiert Herstellbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit bereits in frühen Entwicklungsphasen – entscheidend für den späteren Marktzugang in Entwicklungsländern.
Biologika-Sparte bleibt trotz Verkauf wichtig
Die Förderung unterstreicht: Evotec hält an der Biologika-Strategie fest, auch nach dem Verkauf des Toulouse-Standorts an Sandoz Ende 2025. Der Deal brachte rund 300 Millionen US-Dollar in die Kasse.
Die Gates Foundation ist kein Neuland für Evotec. Bereits in der Vergangenheit flossen Fördergelder für Tuberkulose-Forschung und Frauengesundheit nach Hamburg. Die erneute Zusage signalisiert Vertrauen in die technologische Plattform.
Parallel läuft die Neurowissenschafts-Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb: Im Oktober 2025 kassierte Evotec eine Meilensteinzahlung von 25 Millionen US-Dollar. Die seit 2016 laufende und 2023 verlängerte Allianz fokussiert sich auf neurodegenerative Erkrankungen. Der gemeinsame Kandidat EVT8683 (BMS-986419) hat Phase-1-Studien bereits abgeschlossen.
Marktumfeld bleibt Belastung
Die 9-Monats-Zahlen 2025 zeigten einen weiterhin schwachen Markt für frühe Wirkstoffentdeckungs-Dienste. Die Aktie schwankt zwischen 2,84 und 4,80 US-Dollar im 52-Wochen-Vergleich. Die Gates-Förderung und Bristol Myers-Meilensteine liefern finanzielle Luft – ob sie ausreichen, um die Trendwende einzuleiten, hängt von konkreten Studienerfolgen und neuen Partnerschaften ab.
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