Eutelsat sichert sich langfristige Einnahmen im europäischen TV-Geschäft. Der Schweizer Partner Kabelio verlängert den Kapazitätsvertrag vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2031. Gleichzeitig startet der Satellitenkonzern seinen Breitbanddienst in der Elfenbeinküste. Die Aktie reagiert mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 2,25 Euro und stabilisiert sich nach dem gestrigen Rücksetzer um über 6 Prozent.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

  • Kabelio verlängert HOTBIRD-Vertrag bis 2031 – gesicherte Umsätze in der Cash-Cow-Sparte Video
  • Orange Sat startet in der Elfenbeinküste mit 50 Mbps für rund 40 Euro monatlich
  • Neue In-Flight-Lösung für Billigflieger mit OneWeb LEO-Satelliten angekündigt

Video-Geschäft bleibt Stabilitätsanker

Der Deal mit Kabelio sichert Eutelsat wiederkehrende Einnahmen in einem schrumpfenden, aber profitablen Segment. Die Schweizer Plattform überträgt seit 2020 über 60 HD-Kanäle von der HOTBIRD-Position auf 13 Grad Ost an Haushalte ohne terrestrischen Empfang. Der ursprüngliche Vertrag wäre Ende 2026 ausgelaufen – die vorzeitige Verlängerung verschafft dem Konzern Planungssicherheit in turbulenten Zeiten.

Parallel baut Eutelsat das Konnektivitätsgeschäft aus. Der gestern gestartete Dienst Orange Sat nutzt den KONNECT-Satelliten, um ländliche Gebiete der Elfenbeinküste mit Breitband zu versorgen. Das Angebot richtet sich an Haushalte und Unternehmen fernab der Glasfaser-Infrastruktur.

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Luftfahrt-Offensive mit OneWeb-Technik

Zusammen mit Gogo und Immfly präsentierte Eutelsat eine In-Flight-Connectivity-Lösung für Billigflieger. Die Technik kombiniert die OneWeb LEO-Konstellation mit elektronisch gesteuerten Antennen und soll sich innerhalb von 24 bis 30 Stunden installieren lassen. Die kommerzielle Verfügbarkeit ist für das laufende Jahr geplant.

Kapitalerhöhung belastet weiter

Investoren verarbeiten noch immer die massive Verwässerung durch die 1,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung Ende 2025. Das Geld fließt in 340 neue OneWeb-Satelliten, die Airbus ab diesem Jahr liefert. Morgan Stanley sieht beim Kursziel von 2,50 Euro ein Potenzial von rund 10 Prozent, Oddo BHF dagegen taxiert den fairen Wert bei nur 1,70 Euro.

Charttechnisch versucht die Aktie eine Bodenbildung am 50-Tage-Durchschnitt bei 2,28 Euro. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 2,55 Euro würde Raum bis 2,80 Euro schaffen. Nach unten bleibt die Unterstützung bei 1,64 Euro entscheidend.

Die Halbjahresergebnisse Mitte Februar werden zeigen, ob die OneWeb-Umsätze und stabilisierten Video-Einnahmen die hohen Investitionskosten kompensieren können. Bis dahin dürfte die Aktie in der Range zwischen 2,20 und 2,55 Euro verharren.

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