Eutelsat Aktie: Milliarden-Deal besiegelt
Die Eutelsat-Aktie gibt nach – trotz Rekordauftrag. Am 22. Januar verlor der Titel über 6 Prozent und schloss bei 2,22 Euro. Dabei hat der französische Satellitenbetreiber gerade erst einen der größten Aufträge seiner Geschichte an Land gezogen: 340 neue OneWeb-Satelliten von Airbus für 2,2 Milliarden Euro. Was steckt hinter dem Kursrückgang?
Airbus baut 340 Satelliten für OneWeb
Am 12. Januar sicherte sich Eutelsat den Großauftrag bei Airbus Defence and Space. Zusammen mit einer früheren Bestellung über 100 Satelliten umfasst das Gesamtvolumen 440 Einheiten – ein strategischer Schritt zur Erneuerung der OneWeb-Flotte.
Die Eckdaten:
- Auftragsvolumen: 2,2 Milliarden Euro
- Produktion: Toulouse auf neuer Fertigungslinie
- Lieferstart: Ende 2026
- Technologie: Verbesserte digitale Kanalisierer und erweiterte Onboard-Verarbeitung
Die neuen Satelliten ersetzen die erste OneWeb-Generation, deren Lebensdauer 2027/2028 ausläuft. Die zwischen 2019 und 2023 gestarteten Einheiten bilden heute das Rückgrat der erdnahen Konstellation.
MaiaSpace soll Satelliten ins All bringen
Nur vier Tage später folgte der nächste Deal: Eutelsat beauftragte MaiaSpace, eine ArianeGroup-Tochter, mit mehreren Starts ab 2027. Das französische Start-up entwickelt Europas erste teilweise wiederverwendbare Trägerrakete und könnte nach eigenen Angaben die Mehrheit der Starts in den ersten drei Betriebsjahren übernehmen.
Die Partnerschaft stärkt Europas Unabhängigkeit im Weltraumgeschäft – bislang dominiert SpaceX den kommerziellen Startmarkt.
Kapitalerhöhung finanziert Expansion
Die Finanzierung steht: Im Dezember 2025 schloss Eutelsat eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro ab, darunter eine Bezugsrechtsemission von rund 670 Millionen Euro. Der französische Staat stockte seinen Anteil auf 29,65 Prozent auf und unterstreicht damit die strategische Bedeutung der OneWeb-Infrastruktur für sichere Regierungs- und Militärkommunikation.
Analysten heben Ratings an
Die jüngsten Entwicklungen führten zu mehreren Hochstufungen. Die Deutsche Bank hob das Rating von "Sell" auf "Hold" mit Kursziel 2,30 Euro an. JPMorgan stufte auf "Neutral" hoch, bleibt mit 1,90 Euro Kursziel aber vorsichtig. Kepler Cheuvreux nahm die Bewertung mit "Hold" und 2,50 Euro Kursziel wieder auf, warnt jedoch: Der freie Cashflow dürfte bis Ende des Jahrzehnts negativ bleiben.
Die Spanne der Kursziele reicht von 1,40 bis 5,22 Euro – ein Zeichen für die uneinheitliche Einschätzung zur Schuldentragfähigkeit.
IRIS² als nächster Meilenstein
Über OneWeb hinaus positioniert sich Eutelsat für das europäische IRIS²-Projekt. Das SpaceRISE-Konsortium soll 272 LEO- und 18 MEO-Satelliten für eine hochsichere europäische Kommunikationsinfrastruktur bauen. Eutelsat plant Investitionen von rund 2 Milliarden Euro und führt Finanzierungsgespräche mit BPIFrance und der Export-Agentur EK. Für 2028/2029 peilt der Konzern 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro Umsatz an – das LEO-Geschäft soll in den kommenden zwei Jahren um 50 Prozent wachsen.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








