Die Eutelsat-Aktie schießt heute um knapp 10 Prozent nach oben auf 2,10 Euro. Der Treiber: Gleich zwei strategische Deals binnen weniger Tage. Erst der milliardenschwere Satellitenauftrag an Airbus, nun ein Multi-Launch-Vertrag mit dem französischen Raketenbauer MaiaSpace. Europas Antwort auf Starlink nimmt Fahrt auf.

Airbus baut 440 Satelliten für 2,2 Milliarden Euro

Am Sonntag gab Eutelsat bekannt, dass Airbus Defence and Space 340 weitere OneWeb-Satelliten fertigen wird. Zusammen mit einer Bestellung über 100 Einheiten vom Dezember summiert sich der Auftrag auf 440 Satelliten – Volumen: bis zu 2,2 Milliarden Euro.

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Die neuen Satelliten bringen deutlich mehr Leistung als ihre Vorgänger:

  • Fortschrittliche digitale Kanalisierer für bessere Onboard-Verarbeitung
  • Optimierte Architektur für maximale Effizienz
  • Hosted Payloads – vermietbare Kapazitäten als neue Einnahmequelle

Die Produktion läuft in einer neuen Fertigungslinie im Airbus-Werk Toulouse an. Erste Auslieferungen ab Ende 2026, voller Betrieb danach. OneWeb wächst damit auf über 1.000 Satelliten – ein wichtiger Schritt gegen SpaceX' Starlink mit bereits knapp 10.000 aktiven Einheiten.

MaiaSpace sichert sich Großaufteil der Starts

Heute folgte die nächste Meldung: Der französische Raketenbauer MaiaSpace schloss einen Multi-Launch-Vertrag ab, der in den ersten drei Betriebsjahren den Großteil seines Startmanifests ausmachen soll. Die Maia-Rakete kann bis zu 4.000 Kilogramm in niedrige Erdumlaufbahnen transportieren.

CEO Yohann Leroy betont die doppelte Strategie: kommerzieller Markt plus souveräner europäischer Weltraumzugang. Der erste Demonstrationsflug startet noch 2026 vom Weltraumbahnhof Kourou, kommerzieller Betrieb 2027. Bis 2030 peilt MaiaSpace bis zu 20 Starts pro Jahr an.

Kapitalspritze finanziert Europa-Offensive

Die Expansion läuft über die im Herbst abgeschlossene Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro. Frankreich führte die Runde an, gefolgt von Großbritannien, Bharti Space und CMA CGM. Bis 2029 fließen insgesamt rund 4 Milliarden Euro in den Ausbau. Der Verschuldungsgrad soll auf das 2,5-fache des EBITDA sinken.

CEO Jean-François Fallacher verwies auf 80 Prozent Umsatzwachstum im LEO-Segment 2025 – ein Beleg für die Dynamik des Geschäfts.

Halbjahreszahlen am 13. Februar

Die nächsten Zahlen legt Eutelsat am 13. Februar vor. Analysten erwarten Halbjahreserlöse von etwa 597 Millionen Euro. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2,69 Euro – knapp 30 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Marktkapitalisierung beträgt nach der heutigen Rally rund 2,5 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen lag mit über 4 Millionen Stücken deutlich über dem Schnitt von 2,1 Millionen.

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