Eutelsat Aktie: Massive Expansion
Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat drückt beim Ausbau seiner OneWeb-Sparte aufs Tempo. Mit einer heute verkündeten Airline-Kooperation und Milliarden-Investitionen in neue Satelliten setzt das Unternehmen konsequent auf die Karte "Low Earth Orbit" (LEO). Doch rechtfertigt das Wachstumspotenzial die enormen Kapitalausgaben in einem hart umkämpften Markt?
Luftfahrt als neuer Wachstumsmotor
Eine heute bekannt gegebene Partnerschaft mit dem spanischen Technologieunternehmen Immfly soll Eutelsat den Zugang zu bislang unerschlossenen Märkten ebnen. Die Kooperation zielt darauf ab, die OneWeb-Konnektivitätsdienste auf Schmalrumpfflugzeugen von Billigfluggesellschaften (Low-Cost-Carriern) zu etablieren.
Die technische Lösung kombiniert elektronisch gesteuerte Antennen mit dem LEO-Hochgeschwindigkeitsnetz von Eutelsat. Der Marktstart ist für 2026 terminiert. Für Eutelsat ist dieser Schritt strategisch relevant, da der Bedarf an Internetverbindungen über den Wolken steigt und bisherige Lösungen oft teuer oder langsam waren.
Milliarden-Investition in die Flotte
Das Fundament für diese Expansionspläne bildet ein massiver Ausbau der Infrastruktur. Eutelsat hat bei Airbus Defence and Space insgesamt 440 neue OneWeb-Satelliten bestellt, wobei die letzte Tranche von 340 Einheiten erst Mitte Januar fixiert wurde. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 2,2 Milliarden Euro.
Die Produktion im französischen Toulouse soll erste Auslieferungen Ende 2026 ermöglichen, gefolgt von Starts im Zeitraum 2027 bis 2029. Um die Abhängigkeit vom US-Konkurrenten SpaceX zu verringern, sicherte sich Eutelsat zudem Startkapazitäten bei MaiaSpace, einer Tochter der ArianeGroup.
Bilanz gestärkt, Rating angehoben
Finanziert wird dieser aggressive Kurs durch eine im Dezember 2025 abgeschlossene Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro. Der französische Staat hält nach der Transaktion knapp 30 Prozent der Anteile. Das frische Kapital soll nicht nur die Investitionen von geplanten 4 Milliarden Euro bis 2029 decken, sondern auch den Verschuldungsgrad auf das 2,5-fache des EBITDA senken.
Die Deutsche Bank reagierte auf die verbesserte Kapitalausstattung und stufte die Aktie von "Sell" auf "Hold" hoch. Das Kursziel wurde bei 2,30 Euro bestätigt, was die reduzierte Risikoprämie in der Bilanz widerspiegelt.
Stabilität im Kerngeschäft
Während der LEO-Bereich das Wachstum treiben soll, liefert das klassische TV-Geschäft den nötigen Basiscashflow. Die Schweizer TV-Plattform Kabelio verlängerte ihren Vertrag für die Hotbird-Position vorzeitig um fünf Jahre bis 2031. Dies sichert Eutelsat langfristige Einnahmen in einem sonst volatilen Umfeld.
Das Management prognostiziert bis zum Geschäftsjahr 2028-2029 einen Gesamtumsatz von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Entscheidend für das Erreichen dieser Ziele wird sein, ob das für das kommende Jahr angepeilte LEO-Umsatzwachstum von 50 Prozent realisiert werden kann, sobald die neuen Kapazitäten ab 2026 online gehen.
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