Eutelsat Aktie: Erwartete Rekordgewinne!
Eutelsat sichert sich frühzeitig langfristige Einnahmen im klassischen TV-Geschäft: Die Franzosen haben den Kapazitätsvertrag mit der Schweizer Plattform Kabelio für die HOTBIRD-Position bis Ende 2031 verlängert – und das fast ein Jahr vor regulärem Vertragsende. Im laufenden Handel reagiert die Aktie moderat positiv, bleibt aber klar unter ihren früheren Kursniveaus. Was bedeutet der Deal für den Balanceakt zwischen Video-Cashflow und LEO-Investitionen?
Die Fakten im Überblick
- Kabelio verlängert den Kapazitätsvertrag auf HOTBIRD bis Ende 2031
- Nutzung einer der wichtigsten TV-Orbitalpositionen bei 13° Ost
- Vertrag betrifft das klassische Video-Segment („Legacy Business“)
- Eutelsat-Aktie heute leicht im Plus, weiter deutlich unter 52-Wochen-Hoch
- Hohe Investitionen in OneWeb-LEO-Konstellation und neue Satellitenflotte
Kabelio-Vertrag stabilisiert Video-Cashflow
Kabelio nutzt seit 2020 die HOTBIRD-Satelliten, um Haushalte in der Schweiz mit mehr als 60 HD-Sendern in vier Sprachen zu versorgen, darunter Programme, die nicht flächendeckend über Antenne oder Kabelnetze empfangbar sind. Die HOTBIRD-Position auf 13° Ost zählt zu den zentralen TV-Orbitalpositionen in Europa.
Die vorzeitige Verlängerung bis 2031 sichert Eutelsat zusätzliche Planbarkeit im Video-Geschäft. Das Management wertet die langfristige Bindung als Vertrauenssignal in die Relevanz linearer Satellitenübertragung. Hintergrund: Das Video-Segment fungiert als „Cash Cow“ und finanziert einen erheblichen Teil der Investitionen in neue Wachstumsfelder.
An der Börse fällt die unmittelbare Reaktion verhalten aus. In Frankfurt notierte der Titel heute am Nachmittag bei rund 2,38 Euro, ein Plus von knapp einem halben Prozent. Auf Tradegate lag der Kurs nahezu auf demselben Niveau. Das Handelsvolumen blieb moderat.
Zum Vergleich: Das aktuelle Kursniveau liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,30 Euro. Die Marktkapitalisierung von rund 2,79 Milliarden Euro reflektiert die hohen Investitionen und die Verschuldung, die vor allem durch die Fusion mit OneWeb und den Flottenausbau entstanden sind.
Strategie: GEO-Cashflow trifft LEO-Ausbau
Die Meldung fügt sich in eine Transformationsphase ein, in der Eutelsat sein Geschäftsmodell stärker in Richtung Konnektivität und Low-Earth-Orbit (LEO) ausrichtet. Erst am 12. Januar wurde eine weitere Großbestellung über 340 zusätzliche LEO-Satelliten bei Airbus bekannt, deren Auslieferung ab Ende 2026 beginnen soll. Diese Bestellungen erhöhen die Investitionsverpflichtungen (CAPEX) spürbar.
Vor diesem Hintergrund gewinnen stabile Erlöse im TV-Bereich an Bedeutung. Der Markt für Satellitenfernsehen steht strukturell unter Druck, etwa durch „Cord-Cutting“ und Streaming-Angebote. Langfristige Verträge auf der HOTBIRD-Position, die mehr als 130 Millionen TV-Haushalte in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten erreicht, helfen, die Ergebnisqualität zu stützen.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Eutelsat einen Umsatz von 1,244 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von 676,2 Millionen Euro. Die Sicherung von Video-Verträgen über das laufende Jahrzehnt hinaus reduziert das Risiko eines beschleunigten Umsatzrückgangs in diesem Segment und unterstützt damit die Finanzierung des LEO-Ausbaus.
Charttechnik und Ausblick
Charttechnisch versucht die Aktie weiterhin, im Bereich zwischen 2,20 und 2,40 Euro einen Boden auszubilden. Die heutige Vertragsverlängerung liefert zwar einen stabilisierenden Impuls für das Sentiment im klassischen TV-Geschäft, ändert aber vorerst nichts am übergeordnet gedrückten Kursniveau.
Der nächste wichtige Termin ist der 13. Februar 2026. Dann will Eutelsat weitere Finanzdaten und operative Updates veröffentlichen. Im Fokus stehen insbesondere der Fortschritt bei der Integration von OneWeb, die Entwicklung des Cashflows vor dem Hintergrund der neuen LEO-Satellitenbestellungen sowie mögliche Hinweise, wie stark das TV-Geschäft den Übergang in die Konnektivität-Ära finanziell abfedern kann.
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