European Lithium erlebt seit Jahresbeginn einen starken Kurssprung. Die Aktie hat sich von den jüngsten Tiefs aus um rund 50 % erholt und liegt seit Jahresanfang etwa 83 % im Plus. Auslöser sind Fortschritte beim mehrheitlich gehaltenen US-Listing Critical Metals Corp (CRML) und beim Tanbreez-Seltenen-Erden-Projekt in Grönland – sowie ein immer offensichtlicher werdender Bewertungsabschlag.

Bohrergebnisse und Pilotanlage in Grönland

Am heutigen 15. Januar meldete das Unternehmen neue Bohrergebnisse aus dem Tanbreez-Projekt, die durchgehend hohe Gehalte an Seltenen Erden bestätigen. Die Auswertung des Bohrprogramms 2025 untermauert zusätzliche hochgradige Abschnitte in der Fjord-Lagerstätte und im Bereich Upper Fjord.

Parallel schreitet der technische Aufbau voran:

  • Baubeginn der Pilotanlage am 7. Januar, Fertigstellung bis Mai 2026 anvisiert
  • Erwerb eines mobilen geochemischen Labors für rund 1 Mio. US-Dollar
  • Vor-Ort-Labor soll komplette Analyseergebnisse zu Seltenen Erden in etwa 80 Minuten liefern
  • 75 % der geplanten Tanbreez-Produktion bereits durch verbindliche Abnahmeverträge gesichert
  • Kommerzielle Produktion weiter für 2028 geplant

Die Pilotanlage im arktischen Umfeld soll maßgeblich zeigen, dass das Erz im industriellen Maßstab wirtschaftlich verarbeitet werden kann.

Auffällige Bewertungslücke

CRML-Beteiligung übersteigt Börsenwert deutlich

Die Beteiligungsstruktur sorgt aktuell für das größte Stirnrunzeln am Markt. European Lithium hält rund 53 Millionen Aktien an Critical Metals Corp. Beim CRML-Kurs von 14,76 US-Dollar ergibt sich allein daraus ein Wert von etwa 780 Mio. US-Dollar beziehungsweise rund 1,2 Mrd. Australische Dollar.

Dem steht eine Börsenbewertung von European Lithium von nur rund 430 Mio. Australische Dollar gegenüber.

Zusätzlich zur CRML-Position verfügt das Unternehmen über:

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  • einen direkten Anteil von 7,5 % am Tanbreez-Projekt
  • das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich
  • mehr als 190 Mio. Australische Dollar an Barmitteln

Das Management hat die Diskrepanz offen benannt und ein Aktienrückkaufprogramm an der Börse gestartet, das bis März 2026 läuft.

Gezielte Aktienverkäufe bei CRML

Zur Liquiditätssteuerung nutzt European Lithium Kursanstiege bei CRML für Teilverkäufe. Nach der jüngsten Rally sollen 5 Millionen CRML-Aktien verkauft werden, im Gegenwert von rund 73,8 Mio. US-Dollar.

Bereits im Oktober 2025 hatte das Unternehmen 3,85 Millionen CRML-Aktien an institutionelle Investoren veräußert und dabei 50 Mio. US-Dollar erlöst. Die Mittel fließen in den laufenden Betrieb, stärken die Liquidität und unterstützen das laufende Rückkaufprogramm für eigene Aktien.

Strategische Bedeutung von Tanbreez

Tanbreez gilt als eines der größten bekannten Vorkommen schwerer Seltenerd-Elemente weltweit. Vor dem Hintergrund der Bemühungen der US-Regierung, Lieferketten für kritische Rohstoffe von China unabhängiger zu machen, rückt Grönland stärker in den Fokus. Das Vorkommen weist erhöhte Gehalte von Dysprosium, Terbium, Yttrium und weiteren Elementen auf, die für Verteidigungs- und Hightech-Anwendungen wichtig sind.

Critical Metals hat bereits Abnahmeverträge geschlossen:

  • mit dem US-Unternehmen Realloys
  • mit Ucore (USA)
  • mit einem rumänischen Joint Venture mit Bezug zur europäischen und NATO-Versorgungssicherheit

Das Management will die verbleibenden 25 % der künftigen Produktionskapazität im ersten Quartal 2026 vertraglich binden. Erste Lieferungen aus Tanbreez sind für Mitte 2028 geplant.

Entwicklungspfad und Kurstreiber

Die aktuell im Bau befindliche Pilotanlage in Grönland ist auf arktische Bedingungen ausgelegt und soll erstmals einen verkaufsfähigen Konzentratstrom im halbtechnischen Maßstab liefern. Die vollständige kommerzielle Produktion zielt auf rund 85.000 Tonnen Seltene-Erden-Oxide pro Jahr, mit Option auf Kapazitätserweiterung.

Für die Aktie von European Lithium rücken damit zwei konkrete Etappen in den Vordergrund: die geplante Fertigstellung der Pilotanlage im Mai 2026 und die anvisierte Vollauslastung der Abnahmeverträge im ersten Quartal 2026. Beide Schritte dürften entscheidend dafür sein, ob sich die aktuell sichtbare Bewertungslücke zum Wert der CRML-Beteiligung und der übrigen Projekte ein Stück weit schließen kann.

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