Ein Kursplus von über 420 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate und ein plötzlicher Geldregen in der Bilanz markieren eine bemerkenswerte Wende für den Rohstoffkonzern. Durch lukrative Anteilsverkäufe und strategische Zukäufe hat sich das Risikoprofil des Unternehmens massiv verschoben. Doch reicht diese neue finanzielle Stärke aus, um die anhaltenden bürokratischen Hürden beim europäischen Kernprojekt zu überwinden?

Volle Kassen durch Anteilsverkäufe

Die außergewöhnliche Kursentwicklung wird durch eine signifikant gestärkte Kapitalbasis untermauert. Bis Ende Januar wuchs der Kassenbestand auf rund 314 Millionen Australische Dollar (AUD) an. Dieser Liquiditätsschub resultiert primär aus der Veräußerung von Aktien der Critical Metals Corp (CRML). Allein im vierten Quartal des Vorjahres sowie im Januar generierte das Unternehmen durch den Verkauf von knapp 15 Millionen CRML-Aktien Bruttoerlöse von gut 300 Millionen AUD. Bemerkenswert ist dabei die verbleibende Substanz: European Lithium hält weiterhin ein strategisches Kernpaket von rund 48 Millionen CRML-Aktien, das zuletzt mit etwa 1,23 Milliarden AUD bewertet wurde.

Expansion in Titan und Seltene Erden

Mit dem frischen Kapital treibt das Management die Diversifizierung abseits des reinen Lithiumgeschäfts voran. Ende Januar verkündete das Unternehmen die vollständige Übernahme des US-amerikanischen Titanproduzenten Velta Holding, dessen ukrainische Anlagen essenzielle Rohstoffe für die Rüstungs- und Luftfahrtindustrie liefern.

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Parallel dazu rückt das grönländische Seltene-Erden-Projekt Tanbreez, an dem European Lithium über Critical Metals beteiligt ist, in den Vordergrund. Hier hat der Bau einer Pilotanlage begonnen, die bis spätestens Mai den Betrieb aufnehmen soll. Da bereits 75 Prozent der geplanten Produktion an amerikanische und europäische Abnehmer vorverkauft sind, positioniert sich das Unternehmen strategisch in den westlichen Bemühungen um unabhängige Lieferketten.

Licht und Schatten in Österreich

Rückenwind kommt derzeit auch vom globalen Lithiummarkt. Die Preise für batteriefähiges Lithiumcarbonat in China haben sich im Jahresvergleich auf rund 23.000 bis 24.000 US-Dollar pro Tonne verdoppelt. Davon soll langfristig das Kernprojekt im österreichischen Wolfsberg profitieren, das zudem den Vorgaben der Europäischen Union nach mehr heimischer Rohstoffförderung in die Karten spielt.

Zwar verlängerte die österreichische Regierung die Abbaulizenz kürzlich bis Ende 2027, knüpfte dies jedoch an strikte Fortschrittsbedingungen. Der Zeitplan bleibt angespannt, da eine frühere Umweltentscheidung nach Einsprüchen von Nichtregierungsorganisationen an das Bundesverwaltungsgericht zur erneuten Prüfung zurückverwiesen wurde. Die finale Investitionsentscheidung, die für Ende dieses Jahres angestrebt wird, hängt nun maßgeblich von der rechtlichen Klärung dieser Blockaden ab.

Die massiv erhöhte Liquidität verschafft European Lithium den nötigen operativen Spielraum, um diese regulatorischen Herausforderungen anzugehen und die Integration der neuen Titan-Sparte zu finanzieren. Konkrete Daten zu den Zeitplänen der Tanbreez-Lieferverträge sowie dem Status des Genehmigungsverfahrens in Wolfsberg wird das Unternehmen am 19. März im Rahmen seines nächsten Quartalsberichts vorlegen.

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