European Lithium hat zur Wochenmitte deutlich zugelegt. Auslöser sind neue Fortschritte beim Tanbreez-Seltenerden-Projekt in Grönland, das von Critical Metals Corp (NASDAQ: CRML) kontrolliert wird. An diesem Unternehmen hält European Lithium eine umfangreiche Beteiligung, deren Wert erneut in den Mittelpunkt der Bewertung rückt.

  • Kurs am Mittwoch um A$0,26, rund 50 % über jüngsten Tiefs
  • Wichtige operative Meilensteine beim Tanbreez-Projekt gemeldet
  • Beteiligung an Critical Metals Corp liegt deutlich über eigener Marktkapitalisierung
  • Laufendes Aktienrückkaufprogramm bis März 2026

Tanbreez-Projekt: Pilotanlage und Laborinvestition

Die jüngste Kursbewegung steht direkt im Zusammenhang mit zwei zentralen Meldungen zum Tanbreez-Projekt, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Zum einen hat Critical Metals Corp am 7. Januar mit dem Bau einer arktistauglichen Pilotanlage begonnen. Diese soll den Weg in die Produktion technisch absichern und die Projektrisiken reduzieren. Die Fertigstellung ist für Mai 2026 geplant.

Zum anderen bestellte Critical Metals Corp ein integriertes mobiles geochemisches Analysezentrum im Wert von rund 1 Mio. US-Dollar. Dieses Vor-Ort-Labor soll die Untersuchung und Auswertung von Seltenerdenproben deutlich beschleunigen – ein wichtiger Faktor für ein abgelegenes Projekt in arktischer Lage.

Beide Schritte unterstreichen, dass Tanbreez operativ vorankommt und näher an eine mögliche Produktion heranrückt. Damit gewinnt auch die Frage an Gewicht, wie die Börse die Beteiligungsstruktur von European Lithium bewertet.

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Bewertungslücke und Rückkaufprogramm

Im Markt wird vor allem die Lücke zwischen der Marktkapitalisierung von European Lithium und dem Wert der gehaltenen Vermögenswerte diskutiert. Das Unternehmen kommt derzeit auf rund A$430 Mio. Börsenwert.

Im Zentrum steht dabei die Beteiligung von etwa 53 Mio. Aktien an Critical Metals Corp. Diese Position ist insgesamt deutlich höher zu bewerten als die aktuelle Marktkapitalisierung von European Lithium selbst. Das Management reagiert darauf mit einem laufenden Aktienrückkaufprogramm, das noch bis März 2026 angesetzt ist und die ausstehende Aktienzahl reduzieren soll.

Strategischer Kontext in Europa

Die Fortschritte in Grönland fallen in eine Phase, in der Europa seine Versorgung mit kritischen Rohstoffen breiter aufstellen will. Zu Wochenbeginn wurde berichtet, dass Portugal in diesem Jahr eine Ausschreibung für Lithium-Prospektion vorbereiten könnte. Das unterstreicht die politische Priorität, eigene Ressourcen besser zu nutzen und Abhängigkeiten von dominanten Lieferländern zu verringern.

Vor diesem Hintergrund sind sowohl das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich als auch die Seltenerden-Exposition über Tanbreez strategisch positioniert. Gleichzeitig spiegelt die aktuelle Börsenbewertung, trotz der Projektfortschritte, erhebliche Umsetzungsrisiken wider – insbesondere die Herausforderungen von Bergbauprojekten im arktischen Umfeld und die Frage, inwieweit eine große Beteiligung an Critical Metals Corp ohne stärkere Marktreaktionen veräußert werden könnte.

Ausblick: Wichtige Termine bis Mai

In den kommenden Monaten richten sich die Blicke auf weitere mögliche Kurstreiber:

  • Abschluss der Tanbreez-Pilotanlage bis Mai 2026
  • Mögliche Liefer- oder Abnahmevereinbarungen für die künftige Produktion im ersten Quartal 2026
  • Fortgang des Aktienrückkaufprogramms bis März 2026

Zudem hat First Berlin Equity Research am Dienstag seine positive Einschätzung bestätigt und das Kursziel angesichts der Fortschritte in den Projekten angehoben. Damit hängen die nächsten Bewertungsschritte maßgeblich davon ab, ob Critical Metals Corp die genannten Projektmeilensteine planmäßig erreicht und European Lithium seinen Rückkaufplan konsequent umsetzt.

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