Ethereum: Umbau der Basis
Ethereum stellt die Weichen für einen tiefgreifenden technischen Umbau. Heute startet die Ethereum Foundation mit einem ersten „L1-zkEVM Breakout Call“ die koordinierte Arbeit daran, Zero-Knowledge-Proofs direkt in die Validierung auf Layer 1 zu bringen. Ziel: Blockprüfung soll effizienter werden, ohne die Dezentralität zu opfern.
EIP-8025: Validieren ohne alles nachzurechnen
Im Zentrum steht EIP-8025, das in einem Feature-Branch der Consensus-Specs liegt und als formaler Vorschlag für eine spätere Aufnahme erwartet wird. Der Kern: „Optional Execution Proofs“. Damit könnten Validatoren Blöcke künftig anhand kryptografischer Beweise prüfen, statt jede Transaktion im Block selbst erneut auszuführen.
Heute funktioniert Ethereum so, dass jeder Node die Korrektheit jeder Transaktion unabhängig verifiziert. Das ist robust, wird aber mit wachsender Netzwerkauslastung immer schwerer: Mehr Transaktionen bedeuten mehr Bedarf an Rechenleistung, Speicher und Bandbreite – und damit höhere Hürden, überhaupt als Validator mitzumachen.
Zero-Knowledge-Proofs als neuer Prüfmodus
Der geplante Ansatz dreht das Prinzip um: Ein Node müsste nicht mehr dieselben Berechnungen redundant wiederholen, sondern würde einen Zero-Knowledge-Proof verifizieren, der bestätigt, dass die Blockausführung korrekt war. Laut der L1-zkEVM-Roadmap 2026 könnte die Verifikationszeit dabei grob konstant bleiben – unabhängig davon, wie komplex ein Block ist. Das ist der Skalierungshebel, der hier lockt.
Die Roadmap teilt die Entwicklung in sechs Arbeitsbereiche auf:
- Prover-Infrastruktur
- Integration in die Consensus-Schicht
- Standardisierung von Execution Witness & Guest-Programmen
- zkVM-Guest-APIs
- Benchmarking-Tools
- Formale Sicherheitsverifikation
Optional – und damit ein Dezentralitäts-Argument
Wichtig: Das System ist optional. Validatoren sollen weiterhin wie bisher validieren können, während andere auf Proof-Verifikation umstellen. Diese Flexibilität ist kein Nebendetail, sondern Teil der Strategie: Sinkende Hardware-Anforderungen könnten es wieder realistischer machen, Validatoren auf normaler Consumer-Hardware zu betreiben.
In die Richtung passt auch ein größerer Stimmungswechsel in der Entwicklung: Vitalik Buterin skizzierte Anfang des Monats, dass Layer-2-Projekte möglicherweise alternative Wege brauchen, wenn Layer 1 künftig mehr Verantwortung für die Skalierung übernimmt.
Parallel kommt die Initiative in eine Phase erhöhter Marktbewegung: ETH hat in den letzten 30 Tagen rund 37,5% verloren. Gleichzeitig laufen im Ökosystem weitere Projekte an, etwa Robinhoods Tests einer eigenen Blockchain auf Arbitrum-Basis und der Mainnet-Start von MegaETH als Layer-2-Lösung. Zusätzlich erhielt Certora einen Ethereum-Foundation-Grant für Verifikationsarbeiten rund um das zkEVM-Projekt, konkret zur Prüfung automatisierter Precompilation-Technologie von Powdr Labs.
Der heutige Breakout Call markiert damit vor allem eins: den Startpunkt für abgestimmte Umsetzung. Ob Proof-basierte Validierung am Ende zum zentralen Baustein von Ethereums nächster Ausbaustufe wird oder „nur“ ein optionales Werkzeug bleibt, soll der Entwicklungsprozess in den kommenden Schritten klären.
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