Ethereum steht an einem interessanten Wendepunkt: Vitalik Buterin rückt die bisherige Skalierungsstrategie zurecht – und stellt damit die Rolle vieler Layer-2-Lösungen infrage. Gleichzeitig erholt sich ETH zwar von einem kräftigen Abverkauf, doch die Richtungssuche bleibt spürbar. Was heißt das konkret für Projekte im Ökosystem?

Buterins Kurswechsel bei der Skalierung

Am 3. Februar hat Buterin öffentlich betont, dass die ursprünglich stark „rollup-zentrierte“ Roadmap in dieser Form „nicht mehr sinnvoll“ sei. Er nennt zwei Treiber:

  • Layer-2-Dezentralisierung kommt langsamer als gedacht voran. Viele Netzwerke erreichen spätere Reifegrade nur zäh und mit mehr Komplexität.
  • Ethereum skaliert inzwischen stärker direkt auf Layer 1. Gebühren seien niedrig geblieben, und 2026 dürften die Gas-Limits deutlich steigen.

Buterin setzt damit einen neuen Maßstab: Skalierung bedeute vor allem, viel Blockspace zu schaffen, der durch Ethereum selbst abgesichert ist – also valide, nicht zensierbar und nicht rückabwickelbar, solange Ethereum funktioniert. Scharf kritisiert er Konstrukte, bei denen „High-Throughput“-Chains zwar EVM-kompatibel sind, die Verbindung zu Ethereum aber über Multisig-Bridge-Kontrolle läuft. Das sei aus seiner Sicht kein echtes „Ethereum-Scaling“.

ENS zieht Konsequenzen – und bleibt auf Mainnet

Wie schnell solche Signale wirken, zeigte sich am 5. Februar: Der Ethereum Name Service (ENS) streicht seine geplante Layer-2-Rollup-„Namechain“. Stattdessen soll das lange erwartete Upgrade ENSv2 ausschließlich auf dem Ethereum-Mainnet ausgerollt werden.

ENS-Gründer Nick Johnson begründet den Schritt mit einem veränderten Umfeld: Vor zwei Jahren hätten hohe Gas-Preise Rollups zur „offiziellen“ Route gemacht. Inzwischen habe die Base-Layer aber so weit skaliert, dass Transaktionskosten aus ENS-Sicht tragbar seien. Seine Prognose ist deutlich: Der Layer-2-Bereich dürfte am Ende kleiner ausfallen als bisher angenommen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?

On-Chain robust, Stimmung trotzdem nervös

Der Kurs war zum Monatswechsel deutlich unter Druck (zeitweise bis rund 17% Rückgang), inzwischen hat sich ETH wieder gefangen. In den von dir bereitgestellten Daten zeigt sich aber, wie tief der Dämpfer sitzt: In den letzten 30 Tagen liegt ETH rund 32% im Minus.

Spannend ist der Kontrast zu den Netzwerkdaten aus dem Quelltext: Laut Messari-Analyst Sam Ruskin liegt das TVL nahe Allzeithochs – gerechnet in ETH. Das deutet darauf hin, dass Kapital nicht in großem Stil aus dem Ökosystem abgezogen wurde. Dazu passt die gestreckte Staking-Entry-Queue von etwa 70 Tagen, die im Text als Signal starker Nachfrage nach Staking-Plätzen interpretiert wird. Auch aus Projektsicht klingt Gelassenheit durch: ether.fi-CEO Mike Silagadze sagt, Nutzer und Umsatz wüchsen weiter – der Token-Preis hinke eben hinterher.

MetaMask öffnet die Tür zu tokenisierten US-Assets

Ein weiterer Impuls kam am 3. Februar aus der Wallet-Welt: MetaMask integrierte Ondo Finances „Global Markets“-Plattform. Nutzer können damit mehr als 200 tokenisierte US-Aktien, ETFs und Rohstoffe direkt in der Wallet nutzen.

Consensys-Gründer Joe Lubin beschreibt das als Modell, in dem ein selbstverwahrtes Wallet den Wechsel zwischen Krypto und klassischen Assets ohne Intermediäre ermöglicht. Laut den beteiligten Unternehmen ist der Markt für tokenisierte Real-World-Assets inzwischen über 22 Milliarden US-Dollar groß.

Konkreter Fahrplan: Upgrades laufen weiter

Auch technisch bleibt die Entwicklung aktiv: Im Quelltext werden Pectra (Mai 2025) und Fusaka (Dezember 2025) als erfolgreich ausgerollt genannt. Als nächster Schritt ist „Glamsterdam“ für 2026 geplant – mit Aufbau auf früheren Verbesserungen und zusätzlichen Funktionen zur Zensurresistenz. Gleichzeitig seien die Gebühren laut Text deutlich gefallen; ein durchschnittlicher Token-Swap koste etwa 0,30 US-Dollar.

Unterm Strich verdichtet sich damit ein Bild: Ethereum verschiebt den Fokus weg von „Skalierung über viele externe Layer-2s“ hin zu mehr Leistung und niedrigen Gebühren direkt auf Layer 1 – und erste große Anwendungen wie ENS passen ihre Pläne bereits daran an.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 09. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...