Ethereum startet mit deutlichem Rückenwind in das Jahr 2026 und lässt die technische Schwächephase der vergangenen Monate hinter sich. Getrieben von historischen Höchstständen bei der Netzwerk-Aktivität und massiven Akkumulationen durch Großinvestoren konnte die zweitgrößte Kryptowährung wichtige Widerstände überwinden. Während Co-Founder Vitalik Buterin die technische Roadmap präzisiert, deuten die On-Chain-Daten auf eine fundamentale Stärke hin, die weit über reine Kursspekulation hinausgeht.

Historische Netzwerk-Aktivität

Der primäre Treiber der aktuellen Aufwärtsbewegung liegt in der fundamentalen Nutzung der Blockchain. Nach dem "Fusaka"-Upgrade am 3. Dezember 2025 ist die Aktivität im Netzwerk sprunghaft angestiegen. Daten von Blockchair belegen, dass der 29. Dezember mit 2,23 Millionen bestätigten Transaktionen der aktivste Tag in der Geschichte von Ethereum war.

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Dieser Trend setzte sich in den ersten Tagen des Jahres 2026 fort, wobei fünf Handelstage in Folge zu den geschäftigsten aller Zeiten zählten. Gleichzeitig wächst die Zahl neuer Adressen rasant: Seit dem Upgrade kommen täglich rund 292.000 neue Wallets hinzu – ein Anstieg von 110 Prozent, der auf eine beschleunigte Adoption durch verbesserte Skalierbarkeit zurückzuführen ist.

Wale und ETFs greifen zu

Parallel zur steigenden Nutzung kehrt das Vertrauen der Großanleger zurück. On-Chain-Analysen zeigen signifikante Bewegungen: Allein am vergangenen Wochenende erhöhten sogenannte "Whales" ihre Bestände um rund 320.000 ETH, was einem Gegenwert von knapp einer Milliarde US-Dollar entspricht. Besonders auffällig war eine Transaktion, bei der 20.000 ETH innerhalb von 12 Stunden von Börsen abgezogen wurden – ein klassisches Indiz dafür, dass Coins gehalten und nicht verkauft werden sollen.

Auch institutionelle Investoren positionieren sich neu. Die US-Spot-ETFs verzeichneten am ersten Handelstag des Jahres Nettozuflüsse von über 174 Millionen US-Dollar, angeführt von Grayscale und BlackRock.

Charttechnik und Risikofaktoren

Aktuell notiert Ethereum bei 3.182,20 US-Dollar und damit wieder über dem 50-Tage-Durchschnitt. Analysten definieren den Bereich um 3.200 US-Dollar als unmittelbaren Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 3.470 US-Dollar würde das bullische Szenario bestätigen und könnte den Weg in Richtung 3.900 US-Dollar ebnen. Auf der Unterseite fungiert das Level bei 2.850 US-Dollar als entscheidende Unterstützung.

Trotz der positiven Stimmung mahnt der Derivatemarkt zur Vorsicht. Das Verhältnis von Long- zu Short-Positionen ist deutlich auf die Käuferseite gekippt (Hebelwirkung von ca. 2,2 Milliarden Long gegenüber 303 Millionen Short). Dieses Ungleichgewicht macht den Kurs anfällig für kurzfristige Rücksetzer, falls es zu einer Kette von Liquidationen kommen sollte.

Buterins Vision für 2026

Vitalik Buterin nutzte den Jahresauftakt, um die technische Marschrichtung vorzugeben. Im Fokus stehen die Implementierung von PeerDAS und zkEVMs, die den Übergang von der Forschung in die Anwendung vollziehen. Diese Technologien sollen das "Blockchain-Trilemma" lösen, indem sie Dezentralisierung und Sicherheit mit hoher Bandbreite vereinen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Roadmap dürfte entscheidend sein, um die aktuelle fundamentale Stärke langfristig zu sichern.

Fazit

Ethereum steht an einem technisch und fundamental spannenden Punkt. Die Kombination aus Rekordnutzung, institutionellen Zuflüssen und technologischem Fortschritt liefert starke Argumente für eine Fortsetzung des Trends. Gelingt es den Bullen, die Marke von 3.470 US-Dollar zu erobern, wäre die Trendwende bestätigt – vorausgesetzt, der überhitzte Derivatemarkt sorgt nicht für kurzfristige Störfeuer.

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