Ethereum: Plan bis 2029
Ethereum will sich technisch neu sortieren – und zwar nicht mit einem einzelnen Upgrade, sondern mit einem ganzen Paket bis 2029. Die Ethereum Foundation hat dafür einen Entwurf vorgelegt, der sieben Hard Forks skizziert und klare Prioritäten setzt. Doch warum kommt diese Vision ausgerechnet jetzt, wo der Markt bei Ether eher auf die Bremse tritt?
„Strawmap“: Der grobe Fahrplan
Die Foundation nennt das Papier bewusst „Strawmap“ – also einen unverbindlichen Entwurf, der Forschung und Entwicklung frühzeitig lenken soll, aber keine endgültige Entscheidung der dezentralen Governance ersetzt. Im Zentrum stehen fünf Ziele: nahezu sofortige Finalität, mehr Durchsatz, eingebaute Privatsphäre, quantenresistente Sicherheit und eine engere Verzahnung mit Layer-2-Netzwerken.
Damit zeichnet Ethereum ein Bild davon, was die Basis-Schicht (Layer 1) künftig können soll – und welche Aufgaben Layer 2 zusätzlich übernehmen. Der Ton ist klar: Ethereum soll schneller, skalierbarer und „haltbarer“ werden, ohne die Dezentralisierung aus den Augen zu verlieren.
Finalität in Sekunden – und warum das zählt
Einer der größten Hebel ist die Finalität. Heute landen Transaktionen zwar zügig in Blöcken, doch bis sie als praktisch unumkehrbar gelten, vergehen grob 16 Minuten. Für viele Nutzer wirkt das wie ein Detail – für Börsen, Bridges und Finanzanwendungen ist es zentral.
Der Entwurf zielt darauf ab, diese Finalität drastisch zu verkürzen: perspektivisch auf Sekunden, im Raum stehen rund 8 Sekunden. Technisch soll das über ein neues Konsensdesign („Minimmit“) und kürzere Slot-Zeiten laufen. Vitalik Buterin skizzierte dafür eine schrittweise Reduktion der aktuellen 12 Sekunden – erst auf 8, dann 6, 4 und langfristig 2 Sekunden. Schnellere Abwicklung würde vor allem den Austausch zwischen Layer-2-Netzwerken erleichtern und die Nutzererfahrung verbessern.
Privatsphäre, Quanten-Schutz – und zwei konkrete Upgrades 2026
Neben Geschwindigkeit setzt der Plan auf zwei strukturelle Baustellen:
- Shielded Transfers: Überweisungen, bei denen Details nicht mehr für jeden öffentlich einsehbar sind. Heute ist jede ETH-Transaktion transparent – gut für Nachvollziehbarkeit, schlecht für Nutzer, die ihre Finanzaktivität nicht komplett offenlegen wollen.
- Post-Quantum-Kryptografie: Die heute genutzten kryptografischen Verfahren sollen durch solche ersetzt werden, die auch gegen leistungsfähige Quantencomputer bestehen würden.
Konkreter wird es bereits für 2026:
Glamsterdam (erste Jahreshälfte 2026) soll unter anderem höhere Gas-Limits, „Blob“-Skalierung für Rollups und eine fest verankerte Trennung von Proposer und Builder (ePBS) bringen. Ziel ist es, Blockproduktion zu dezentralisieren und MEV-Risiken zu mindern.
Hegotá (zweite Jahreshälfte 2026) ist als nächster großer Fork geplant. Ein Kernpunkt: Verkle Trees, die die Hardware-Anforderungen für Nodes deutlich senken sollen – ein Schritt Richtung „Statelessness“ und potenziell mehr Dezentralisierung.
Markt: Technischer Rückenwind, schwacher Kurs
Der ambitionierte Technik-Fahrplan trifft auf ein schwieriges Marktumfeld. Ether notiert bei 2.027,30 USD und liegt damit in den letzten 30 Tagen rund 33% im Minus. Laut Quelltext zeigte sich zugleich vorsichtigere Aktivität im Handel, während institutionell zuletzt wieder Zuflüsse in Spot-ETFs zu sehen waren.
Auch Staking bleibt ein Faktor: Über 30% des Angebots sind gebunden, allerdings sind die Renditen laut Artikel auf etwa 2,8% gesunken – das macht das Lock-up im Vergleich zu risikofreien Alternativen weniger attraktiv.
Unterm Strich setzt Ethereum mit der „Strawmap“ einen weitreichenden Rahmen bis 2029, während 2026 mit Glamsterdam und Hegotá bereits zwei Wegmarken fest eingeplant sind. Genau dort wird sich in diesem Jahr zeigen, wie schnell aus dem Entwurf belastbare Upgrades werden – und ob die technische Erzählung wieder mehr Rückenwind in den Markt bringt.
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