Ethereum startet mit einem technischen Befreiungsschlag in die neue Handelswoche. Der Ausbruch aus dem mehrwöchigen Abwärtskanal wird von einem bemerkenswerten Signal begleitet: Bitmine hat am Wochenende die Millionen-Marke bei gestakten ETH durchbrochen – und damit eine der größten Einzelaktionen in der jüngeren Geschichte vollzogen.

Institutionelle Offensive im großen Stil

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Am Samstag, den 10. Januar, stakte Bitmine zusätzliche 86.400 ETH im Gegenwert von rund 266 Millionen Dollar. Damit hält das Krypto-Treasury-Unternehmen nun insgesamt 1,08 Millionen gestakte ETH – ein Portfolio im Wert von etwa 3,33 Milliarden Dollar.

Diese Position generiert bei aktuellen Renditen geschätzt 94,4 Millionen Dollar jährlich. Die gesamten Ethereum-Bestände von Bitmine belaufen sich mittlerweile auf über 4,1 Millionen ETH. Die aggressive Akkumulationsphase hatte bereits Ende Dezember 2025 begonnen.

Der Schritt fügt sich in einen breiteren Netzwerktrend ein: Über 29 Prozent des gesamten zirkulierenden ETH-Angebots sind mittlerweile in Staking-Verträgen gebunden. Das reduziert die verfügbare Liquidität auf Handelsplätzen massiv.

Derivate-Markt dreht auf Long

Die institutionelle Aktivität hat sich auf die Terminmärkte übertragen. Die Funding Rates für Ethereum-Perpetual-Futures sind um 66,12 Prozent auf 0,01275 gestiegen – Trader zahlen also eine Prämie für Long-Positionen.

Liquidationsdaten der letzten 24 Stunden zeigen ein deutliches Bild: Short-Liquidationen (564.780 Dollar) übertreffen Long-Liquidationen (241.530 Dollar) klar. Diese Short-Squeeze-Dynamik half dem Kurs über die 3.100-Dollar-Marke.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?

Technisch hat ETH den seit Ende 2025 bestehenden Abwärtskanal invalidiert. Analysten sehen den nächsten Widerstand bei 3.307 Dollar, bei anhaltendem Momentum könnte 3.909 Dollar folgen. Unterstützung liegt zwischen 2.900 und 3.066 Dollar – eine Zone, in der Wallets mit 10.000 bis 100.000 ETH zuletzt deutlich akkumuliert haben.

Netzwerk unter Spannung

Trotz steigender Kurse zeigt sich eine interessante Diskrepanz: Das Ethereum-Netzwerk läuft auf Hochtouren, die Gebühreneinnahmen bleiben aber verhalten.

Die Faktenlage:
- Stablecoins im Wert von rund 165 Milliarden Dollar laufen auf Ethereum – etwa die Hälfte des globalen Marktes
- Aktive Adressen und Transaktionszahlen erreichen Rekordwerte
- Layer-2-Lösungen senken Kosten für Nutzer, reduzieren aber temporär den direkten Fee-Burn-Mechanismus

Diese Entwicklung reflektiert die strategische Ausrichtung auf langfristige Skalierbarkeit statt kurzfristige Gebührenmaximierung.

ETF-Gegenbewegung

Während On-Chain-Staking explodiert, zeigen traditionelle Anlageprodukte Schwäche. Nach starken 669 Millionen Dollar Zuflüssen am ersten Handelstag 2026 kippte die Stimmung: Am 9. Januar verzeichneten US-Spot-Ethereum-ETFs Abflüsse von 94,7 Millionen Dollar, angeführt von BlackRocks ETHA und Grayscales ETHE.

Die Schere zwischen schwächelnder ETF-Nachfrage und massivem On-Chain-Staking deutet auf eine klare Positionierung hin: Krypto-native Institutionen wie Bitmine absorbieren Liquidität, die traditionelle Finanzakteure gerade abziehen.

Angebotsdruck nimmt ab

Mit Funding Rates im Aufwärtstrend und einem wachsenden Anteil gestakter Coins verschärfen sich die Angebotsdynamiken. Ethereum handelt am Montagmorgen bei rund 3.142 Dollar, ein Plus von etwa 1,6 Prozent binnen 24 Stunden. Die technische Marke von 3.307 Dollar wird nun zum entscheidenden Test, ob sich der institutionelle Unterbau in einen nachhaltigen Aufwärtstrend übersetzt.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...