Ethereum: Kommt jetzt die Wende?
Ethereum startet mit einem Plus von rund 7 Prozent in die erste Handelswoche des neuen Jahres und notiert bei etwa 3.130 US-Dollar. Während die technische Lage weiterhin auf Konsolidierung hindeutet, sehen Branchenkenner zwei konkrete Katalysatoren für 2026: den Aufstieg digitaler Neobanken und den Durchbruch bei der Interoperabilität zwischen den Layer-2-Lösungen.
Seitwärtsbewegung mit konstruktivem Unterbau
Aktuell bewegt sich ETH in einer engen Handelsspanne zwischen 3.100 und 3.300 Dollar. Die technischen Indikatoren zeigen keine klare Richtung – das Handelsvolumen bleibt niedrig, weder Käufer noch Verkäufer dominieren. Kurzfristig dürfte diese Phase der Orientierung anhalten.
Doch unter der Oberfläche tut sich einiges. Die Warteschlange für neue Validatoren nähert sich der Marke von einer Million ETH – ein Zeichen für robuste Nachfrage nach Staking-Positionen. Abdul Rehman, Head of DeFi bei der Monad Foundation, weist auf eine interessante Parallele hin: "Das letzte Mal, als die Entry Queue größer war als die Exit Queue, war im Juni. Kurz darauf hat sich der ETH-Preis verdoppelt."
Neobanken als Brücke zur Masse
Mike Silagadze, CEO von ether.fi, sieht in Krypto-Neobanken einen entscheidenden Wachstumstreiber für 2026. Diese Plattformen bieten Nutzern vertraute Banking-Funktionen, die auf Ethereum-Infrastruktur aufsetzen – inklusive Zugang zu DeFi-Erträgen, die klassische ETFs nicht abbilden können.
"ETFs geben dir Zugang zum Asset, aber keine Exposure zu DeFi oder den Ertragschancen", erklärt Silagadze. Während 2025 die institutionelle Infrastruktur aufgebaut wurde, könnten Neobanken 2026 die Brücke schlagen, um On-Chain-Aktivität in die Breite zu tragen.
Das Fragmentierungsproblem könnte enden
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Die Zersplitterung des Ethereum-Ökosystems durch dutzende Layer-2-Lösungen gilt als strukturelles Problem. Alex Cutler, CEO von Dromos Labs, sieht 2026 als Wendepunkt: "Wir haben fünf Jahre damit verbracht, alles schneller und günstiger zu machen – aber dabei die User Experience fragmentiert. Das wird jetzt enden."
Cutler spricht von einer Phase der "Vereinigung", in der die verschiedenen Skalierungslösungen zusammenwachsen sollen. Sollte diese technische Konvergenz gelingen, würde ein zentrales Hindernis für institutionelle Nutzer wegfallen.
Risikofaktor: Steigende Exchange-Bestände
Nicht alle Signale sind positiv. Analyst Victor Olanrewaju warnt vor steigenden ETH-Beständen an den Börsen. "Wenn die Exchange Reserves zunehmen, deutet das meist auf mehr Verkaufsdruck hin", erklärt er. Im Negativszenario könnte ETH Richtung 2.500 Dollar abrutschen.
Die gescheiterte 25.000-Dollar-Wette zwischen Infinex-Gründer Kain Warwick und Multicoin-Partner Kyle Samani zeigt, wie sich die Erwartungshaltung verschoben hat. Ethereum wird zunehmend als etablierte Finanzinfrastruktur bewertet – mit entsprechend moderateren Wachstumsannahmen als in früheren Marktphasen.
Am 15. Januar werden die nächsten wichtigen On-Chain-Metriken zur Netzwerknutzung veröffentlicht. Bis dahin dürfte die Handelsspanne weitgehend intakt bleiben.
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