Ethereum: Crash auf 52-Wochen-Tief
Ethereum erlebt derzeit einen der härtesten Einbrüche der jüngeren Vergangenheit. Eine massive Kaskade aus Zwangsliquidationen hat den Kurs dramatisch unter Druck gesetzt und Milliarden an Marktwert vernichtet. Doch während kurzfristige Spekulanten aus dem Markt gespült werden und Panik herrscht, zeigen On-Chain-Daten im Hintergrund ein überraschendes Verhalten der Großanleger.
Liquidations-Welle reißt Long-Positionen mit
Auslöser für den massiven Kursverfall war eine Kettenreaktion am Terminmarkt. Am 1. Februar verlor die zweitgrößte Kryptowährung innerhalb von nur 24 Stunden rund 17 Prozent an Wert. Dieser Preisverfall triggerte Liquidationen im Volumen von über 2 Milliarden US-Dollar am Gesamtmarkt, wobei Ethereum-Positionen allein für rund 900 Millionen US-Dollar verantwortlich waren. Besonders bitter traf es optimistische Anleger: Etwa 80 bis 85 Prozent der zwangsgeschlossenen Positionen waren Long-Wetten auf steigende Kurse.
Die Brutalität dieser Bewegung zeigt sich am Beispiel des bekannten Krypto-Traders Garrett Jin. Berichten zufolge wurde seine gehebelte Long-Position im Wert von 900 Millionen US-Dollar vollständig liquidiert, was zu einem realisierten Verlust von rund 250 Millionen US-Dollar führte. Solche Ereignisse verdeutlichen, wie dünn die Liquidität während der Überschneidung der asiatischen und US-amerikanischen Handelszeiten war, was den Abwärtsdruck beschleunigte.
Chartbild schwer angeschlagen
Die technische Verfassung von Ethereum präsentiert sich aktuell desaströs. Mit einem Kurs von 2.132,71 US-Dollar markierte der Ether-Preis heute ein neues 52-Wochen-Tief. Auf Wochensicht summieren sich die Verluste auf fast 30 Prozent. Analysten weisen darauf hin, dass wichtige Momentum-Indikatoren weiterhin tief im negativen Bereich notieren und das Verhältnis von Ethereum zu Bitcoin (ETH/BTC) auf neue Zyklus-Tiefs gefallen ist. Die Kryptowährung entwickelt sich damit deutlich schwächer als der Marktführer Bitcoin.
Wale nutzen die Panik
Interessanterweise stehen die massiven Verkäufe am Terminmarkt im Kontrast zum Verhalten langfristiger Investoren. On-Chain-Daten von Santiment belegen, dass sogenannte "Wale" – also Adressen mit großen Beständen – den Preisverfall im Januar aggressiv für Zukäufe nutzten. Im Laufe des Monats sammelten diese Großinvestoren fast 4 Millionen zusätzliche ETH ein und erhöhten ihre Bestände von rund 101 auf über 105 Millionen ETH.
Gleichzeitig entwickelt sich die institutionelle Infrastruktur weiter. BlackRock hat bereits im Dezember einen Antrag für einen Staking-ETF (iShares Staked Ethereum Trust) eingereicht. Unter dem neuen SEC-Vorsitzenden Paul Atkins rechnen Marktbeobachter mit einer weicheren Regulierung im Vergleich zur Ära Gensler, was die Chancen für solche Produkte erhöht.
Die kurzfristige Lage bleibt jedoch kritisch. Da die Unterstützung bei 2.200 US-Dollar gefallen ist, richtet sich der Blick nun auf die Zone um 2.000 US-Dollar. Sollte auch diese psychologische Marke nicht halten, droht eine Ausweitung der Korrektur, bis sich der Markt von dem massiven Leverage-Abbau erholt hat.
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