E.ON feiert einen Finanzierungscoup: Über eine Milliarde Euro sammelte der Energiekonzern mit grünen Anleihen ein – die Nachfrage war so groß, dass das Orderbuch auf 2,75 Milliarden Euro anschwoll. Doch während Investoren die nachhaltigen Bonds förmlich aus den Händen rissen, zeigt sich die Aktie schwächelnd. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.

Rekordnachfrage für grüne Vision

Die erfolgreiche Platzierung besteht aus zwei Tranchen: 500 Millionen Euro mit Laufzeit bis 2031 zu 3,0 Prozent sowie weitere 600 Millionen Euro bis 2035 zu 3,5 Prozent Verzinsung. Das Timing könnte kaum besser sein – E.ON deckt damit den kompletten Finanzierungsbedarf für 2025 ab.

Die Key-Facts der Emission:
- Gesamtvolumen: 1,1 Milliarden Euro in grünen Anleihen
- Orderbuch: 2,75 Milliarden Euro (2,5-fache Überzeichnung)
- Zweck: Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz-Projekte
- Status: Finanzierungsbedarf 2025 vollständig gedeckt

Die Erlöse fließen zweckgebunden in nachhaltige Projekte – ein klares Signal an Investoren, die ESG-konforme Investments bevorzugen.

Warum schwächelt dann die Aktie?

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Trotz des Finanzierungserfolgs notiert die E.ON-Aktie unter Druck. Der Titel rutschte unter die technisch wichtige 100-Tage-Linie – ein klassisches Verkaufssignal für chartorientierte Anleger. Das schwächere Marktumfeld drückt zusätzlich auf die Stimmung.

Milliarden-Offensive nimmt Fahrt auf

Die frischen Mittel sind Teil einer gigantischen Investitionsoffensive: 43 Milliarden Euro will E.ON zwischen 2024 und 2028 in die Modernisierung der Energienetze stecken. Diese Infrastruktur ist das Rückgrat der Energiewende – und damit ein Zukunftsmarkt mit enormem Potenzial.

Die jüngsten Quartalszahlen vom 13. August bestätigten bereits das solide Wachstum im Netzgeschäft und die Jahresprognose.

Kann E.ON die Kurswende schaffen? Analysten bleiben optimistisch und sehen Kursziele über 16 Euro – deutlich über dem aktuellen Niveau. Die stabile Dividendenpolitik stützt zusätzlich das Anlegervertrauen. Der nächste Lackmustest kommt am 12. November mit den Q3-Zahlen.

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