Eni meldet einen bedeutenden operativen Erfolg: Ein massiver Ölfund vor der Küste Angolas stärkt die Reserven des italienischen Energiekonzerns erheblich. Zeitgleich eröffnen neue US-Lizenzen für Venezuela zusätzliche Wachstumsperspektiven in Südamerika. Kann Eni dieses Momentum nutzen, um die jüngste Rekordjagd an der Börse fortzusetzen?

  • Ölfund in Angola: Geschätzte 500 Millionen Barrel in Block 15/06 entdeckt.
  • Venezuela-Lizenzen: US-Behörden genehmigen Ausbau der Aktivitäten.
  • LNG-Großprojekt: Kooperation für Exportterminal in Argentinien fixiert.
  • Börsenhoch: Aktie markiert neues 52-Wochen-Hoch bei 43,72 US-Dollar.

Großfund vor Angola

Die Entdeckung am Bohrloch Algaita-01 im Block 15/06 unterstreicht die Effektivität der Explorationsstrategie im Unteren Kongobecken. Mit geschätzten 500 Millionen Barrel Öl verfügt der Fund über ein erhebliches Volumen. Azule Energy, ein Joint Venture von Eni und BP, führte die Bohrungen in einer Wassertiefe von 667 Metern durch.

Besonders vorteilhaft ist die Nähe zur bestehenden Infrastruktur: Das Bohrloch liegt nur 18 Kilometer vom Produktionsschiff Olombendo entfernt. Dies ermöglicht eine schnelle Erschließung im sogenannten „Fast-Track“-Verfahren, um die Ressourcen zügig und kosteneffizient zu monetarisieren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eni?

Politische Wende in Venezuela

Gestern erhielt Eni zudem wichtige Signale aus Washington. Die USA erteilten spezifische Lizenzen, die es dem Konzern sowie Wettbewerbern wie Repsol und Shell erlauben, ihre Aktivitäten in Venezuela deutlich auszuweiten.

Für Eni markiert dies einen potenziellen Wendepunkt. Die Ausnahmeregelung ermöglicht nicht nur eine Steigerung der Produktion im Land mit den weltweit größten Ölreserven, sondern bietet auch einen Weg, ausstehende Forderungen aus früheren Geschäften beizutreiben. Bedingung bleibt, dass sämtliche Finanztransaktionen über streng kontrollierte Kanäle abgewickelt werden.

LNG-Expansion und Aktienrückkäufe

Die operative Offensive umfasst auch den Ausbau des Geschäfts mit verflüssigtem Erdgas (LNG). Vor wenigen Tagen unterzeichnete Eni ein Abkommen mit der argentinischen YPF und XRG aus Abu Dhabi. Ziel ist die Entwicklung eines großangelegten LNG-Exportprojekts in Argentinien. Die endgültige Investitionsentscheidung ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.

An der Börse wird dieser Expansionskurs positiv quittiert. Die Aktie erreichte an der NYSE zuletzt ein 52-Wochen-Hoch von 43,72 US-Dollar, während der Kurs in Europa bei rund 18,18 Euro notierte. Parallel zur operativen Expansion setzt das Management die Aktionärsvergütung fort: Nach Abschluss jüngster Rückkäufe hält das Unternehmen mittlerweile 6,43 Prozent der eigenen Anteile. Die nächste fundamentale Weichenstellung folgt im zweiten Halbjahr 2026 mit der Entscheidung über das argentinische LNG-Terminal.

Eni-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eni-Analyse vom 15. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Eni-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eni-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eni: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...