SoftBank verkaufte Mitte Januar einen großen Anteil an Energy Vault – und das setzte die Aktie unter Druck. Zeitgleich führten automatische Steuerabzüge bei Führungskräften zu weiteren Anteilsveränderungen. Kann der Markt die zusätzlichen Papiere schlucken, ohne dass der Kurs weiter belastet wird?

Institutioneller Ausstieg und Insider-Aktivität

Die Woche war geprägt von zwei klaren Kapitalbewegungen: Ein großer Block von 3.000.000 Aktien wurde von SoftBank Vision Fund am 15. Januar veräußert. Solche Verkäufe großer institutioneller Investoren können kurzfristig das Kursbild trüben, weil zusätzliches Angebot auf dem Markt landet.

Parallel meldeten mehrere Führungskräfte automatische Anteilseinbehalte zur Begleichung von Steuerverpflichtungen aus der Vesting-Periode von Restricted Stock Units (RSUs). Diese „Code F“-Transaktionen sind nicht als freiwillige Insiderverkäufe zu werten, sondern als Standardmaßnahme zur Steuerbegleichung. Die wichtigsten Details:

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  • CEO Robert Piconi: 91.374 einbehaltene Aktien (Bewertungsbasis 4,61 USD), Direkteigentum ~20,08 Mio. Aktien.
  • COO Akshay Ladwa: 15.711 einbehaltene Aktien (4,61 USD), Direkteigentum ~1,82 Mio. Aktien.
  • President Christopher Wiese: 6.808 einbehaltene Aktien (4,61 USD), Direkteigentum ~1,12 Mio. Aktien.

Diese kombinierte Aktivität — institutioneller Verkauf plus notwendige Einbehalte — erklärt den erhöhten Angebotsdruck in der vergangenen Woche.

Kapitalstruktur und Ausblick

Hinzu kommt eine am 9. Januar eingereichte Shelf-Registration über bis zu 180 Mio. USD, die potenzielle Verwässerung signalisiert und die Anlegerstimmung zusätzlich belastet. Operativ läuft das Unternehmen weiterhin: Anfang Januar begann der Bau des 150‑MW SOSA Energy Center in Texas mit Zielabschluss im zweiten Quartal 2027, was die kommerzielle Expansion stützen soll.

Kursdaten geben ein abgestuftes Bild: Die Aktie schloss am Freitag bei 5,55 USD; seit Jahresanfang liegt sie rund 13,5% im Plus, auf 12 Monate gerechnet allerdings deutlich höher (+172%). Kurzfristig ist die technsiche Unterstützungszone bei etwa 5,37–5,39 USD als wichtiger Indikator genannt worden. Ob der Markt die 3 Millionen von SoftBank gezielt aufnimmt, hängt davon ab, ob institutionelle Käufer das Angebot absorbieren oder sich weiterer Verkaufsdruck durch Kapitalmaßnahmen ergibt.

In der letzten Januarwoche dürfte die Reaktion auf die SoftBank-Veräußerung und das mögliche Angebot aus der Shelf-Registration entscheidend sein: Bleibt die Nachfrage stabil, kann sich der Kurs erholen; entsteht zusätzliches Angebot, dürfte der Druck anhalten.

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