Enel verstärkt seine Präsenz in Nordamerika durch eine Milliardeninvestition in Wind- und Solarparks. Der Zukauf ist ein zentraler Baustein des neuen Strategieplans, der das Wachstum bei den erneuerbaren Energien beschleunigen soll. Doch die Expansion dient nicht nur der reinen Größe: Sichert die geografische Diversifikation die Profitabilität gegen politischen Druck im Heimatmarkt ab?

Milliardendeal in Übersee

Vor zwei Tagen vereinbarte Enel die Übernahme eines Portfolios von Excelsior Energy Capital für rund eine Milliarde US-Dollar. Die Anlagen in den USA verfügen über eine Kapazität von 830 Megawatt und sollen jährlich etwa 2,1 Terawattstunden Strom liefern. Mit dem für das dritte Quartal 2026 geplanten Abschluss der Transaktion steigt die Kapazität des Konzerns in Nordamerika auf rund 13 Gigawatt.

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Strategieplan setzt auf Kapazitätsausbau

Die Akquisition steht im Einklang mit dem vor vier Tagen vorgestellten Strategieplan für die Jahre 2026 bis 2028. Enel plant Bruttoinvestitionen von insgesamt 53 Milliarden Euro – eine Steigerung um zehn Milliarden Euro im Vergleich zur vorherigen Planung. Allein 20 Milliarden Euro sind für grüne Energien reserviert, um die weltweite Kapazität bis Ende 2028 auf über 80 Gigawatt zu heben. Weitere 26 Milliarden Euro fließen in den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze.

Gegengewicht zu italienischen Regulierungen

Der Fokus auf internationale Märkte gewinnt durch neue gesetzliche Hürden in Italien an Bedeutung. Die am Dienstag verabschiedete Energierichtlinie „Decreto Bollette“ könnte die Renditen heimischer Photovoltaik-Projekte um mehr als 30 Prozent drücken. Analysten befürchten zudem eine Verlangsamung bei Stromabnahmeverträgen und Batteriespeichern im Heimatmarkt, während die Gasverstromung wieder zunehmen könnte.

Enel setzt dieser Entwicklung ein konkretes Ziel für den Gewinn je Aktie von 0,80 bis 0,82 Euro bis zum Jahr 2028 entgegen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von rund sechs Prozent. Flankiert wird die Strategie durch ein neu gestartetes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro.

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