Eli Lilly startet eine neue Plattform, die Arbeitgebern helfen soll, ihre Mitarbeiter günstiger mit Abnehmmedikamenten zu versorgen. Die Employer Connect genannte Initiative zielt darauf ab, eine entscheidende Hürde im US-Markt zu überwinden: Bislang haben etwa die Hälfte aller privat Versicherten keinen adäquaten Zugang zu Adipositas-Behandlungen – schlicht, weil viele Arbeitgeber die hohen Kosten scheuen. Während die GLP-1-Präparate des Konzerns bereits Milliardenumsätze einfahren, könnte die neue Vertriebsstrategie dem weiteren Wachstum zusätzlichen Schub verleihen.

Employer Connect: Die Plattform im Detail

Am 5. März stellte Lilly die Employer Connect vor. Über die Plattform können Arbeitgeber aus mehr als 15 Verwaltungspartnern wählen, darunter GoodRx, Mark Cubans Cost Plus Drug Co., Teladoc Health oder Sesame. Das Abnehmmedikament Zepbound im KwikPen-Format – kürzlich von der FDA für die Einzelnutzung zugelassen – ist über die Plattform für 449 Dollar pro Monat erhältlich, unabhängig von der Dosierung.

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Die Offensive zielt auf ein strukturelles Problem: Adipositas betrifft über 100 Millionen Erwachsene in den USA und verursacht jährlich Kosten von mehr als 1,7 Billionen Dollar – davon 480 Milliarden an direkten medizinischen Ausgaben und 1,24 Billionen durch Produktivitätsverluste. Dennoch decken viele Arbeitgeber die Behandlung nicht ab. Lilly versucht nun, diese Lücke zu schließen, indem es Firmen kostengünstigere Optionen anbietet und gleichzeitig die Zuzahlungen für Mitarbeiter senkt.

Zusätzlich könnten staatlich Versicherte noch in diesem Jahr erstmals Zugang zu Adipositas-Medikamenten über Medicare erhalten – das Ergebnis von Vereinbarungen zwischen Lilly, Novo Nordisk und der Trump-Administration.

GLP-1-Franchise: Wachstum und Abhängigkeit

Die Umsätze mit Mounjaro (Diabetes) und Zepbound (Adipositas) legten 2025 um 99 Prozent beziehungsweise 175 Prozent zu. Zusammen erzielten beide Präparate 36,5 Milliarden Dollar – das entspricht etwa 56 Prozent des Gesamtumsatzes von Eli Lilly im Geschäftsjahr 2025. Diese Konzentration ist Fluch und Segen zugleich: Solange die Patente halten, sprudeln die Einnahmen. Läuft der Schutz aus, entsteht eine erhebliche Lücke.

Im jüngsten Quartal übertraf Lilly die Erwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 7,54 Dollar (Konsens: 7,48 Dollar) und Erlösen von 19,29 Milliarden Dollar (erwartet: 17,85 Milliarden). Das Umsatzwachstum betrug 42,6 Prozent im Jahresvergleich. Für 2026 peilt der Konzern rund 83 Milliarden Dollar Umsatz an.

Pipeline: Retatrutide und weitere Kandidaten

Die TRANSCEND-T2D-1-Studie zu Retatrutide, Lillys Multi-Agonist der nächsten Generation, wurde laut jüngster Aktualisierung vom 3. März als abgeschlossen markiert. Retatrutide aktiviert Rezeptoren für GIP, GLP-1 und Glucagon und gilt als potenzieller Nachfolger der aktuellen Blockbuster. Sieben weitere Phase-III-Ergebnisse werden 2026 erwartet, darunter Studien zu Erhaltungsdosierungen.

Darüber hinaus meldete Lilly positive Phase-3b-Daten zur Kombination von Taltz und Zepbound bei Psoriasis-Patienten mit Adipositas. Der orale GLP-1-Kandidat Orforglipron zeigte in Phase-III-Studien Fortschritte gegenüber Novo Nordisks oralem Semaglutid. In Europa erhielt Olumiant eine positive Bewertung für die Behandlung schwerer Alopecia areata bei Jugendlichen.

Ausblick

Die Employer-Connect-Plattform adressiert ein reales Hindernis: unzureichende Kostenübernahme durch Arbeitgeber. Sollte das Modell Anklang finden, könnte es das Wachstum von Zepbound weiter beschleunigen. Parallel dazu bleibt die Pipeline aktiv – Retatrutide steht vor möglichen Datenveröffentlichungen, und mehrere Studien laufen auf Hochtouren. Mit dem Abschluss der TRANSCEND-Studie und sieben weiteren Phase-III-Readouts im laufenden Jahr dürfte sich zeigen, ob Lilly seine Pipeline-Abhängigkeit von Mounjaro und Zepbound mittelfristig verringern kann.

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